Modernisierung rund ums Rosenheimer Rathaus 

180 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger pro Jahr

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Rund um das Rathaus in der Königstraße soll die moderne zentrale Kälteversorgung laufen. 
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Rosenheim - Die Stadt hat sich in ihrem integrierten Energie-, Klima- und Umweltschutzkonzept "Rosenheim 2025" zum Ziel gesetzt, CO2-Emissionen langfristig zu reduzieren. Eine erste Maßnahme hierfür ist die Errichtung einer zentralen Kälteversorgung im Bereich rund um das Rathaus. 

Der Haupt- und Finanzausschuss erteilte bereits grünes Licht, nun wird ein notwendiger Fachplaner mit den Planungen beauftragt. Nach bisherigen Berechnungen könnten laut Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, so erklärte sie in der jüngsten Sitzung des Stadtrats am 25. April, etwa 180 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden, was einer Senkung von rund zwei Prozent der gesamten CO2-Emission in Bezug auf den Stromverbrauch des kommunalen Bereichs der Stadt entspreche. 

Die Stadt Rosenheim könne nach derzeitigem Stand rund 46.000 Euro an jährlichen Betriebskosten gegenüber einer konventionellen Kühlung mit Strom einsparen. Außerdem werde mehr Kühlleistung geliefert. 

Bis 2020 muss neue Anlage betriebsbereit sein 

Angeschlossen werden an die zentrale Kälteversorgung sollen das Verwaltungsgebäude in der Rathausstraße 15, die Rathausstraße 24, der Lokschuppen, die städtische Galerie und das Stadtarchiv. Derzeit werde die ganzjährig benötigte Kühlung durch Strom erzeugt. Damit soll in Zukunft Schluss sein, unter anderem das Bachwasser des nahe gelegenen Mühlbachs als Rückkühlung des modernen Systems dienen. 

Die jetzige Terminplanung sehe es vor, dass mit ersten Bauarbeiten ab Ende Oktober 2018 begonnen werden könne. Der Anschluss an die Kälteversorgung und Inbetriebnahme des Lokschuppens, der Galerie und des Verwaltungsgebäudes in der Königstraße 15 soll bis Mitte des Jahres 2019 erfolgen. Die Kühlung des Verwaltungsgebäudes Köngigstraße 24 sowie des städtischen Archivs soll zum Frühjahr 2020 in Betrieb gehen. 

Das Projekt müsse zwingend im Jahr 2020 abgeschlossen werden, da sonst bewilligte EU-Fördermittel verfallen würden. Aktuell werden die Gesamtkosten für die Realisierung der zentralen Kälteversorgung auf etwa 3,9 Millionen Euro geschätzt, die Modernisierung werde mit bis zu 1,7 Millionen Euro gefördert

mb

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