CSU und Grüne bremsen die Neubau-Erwartungen

Eisflächen-Vorschlag der SPD verpufft 

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Rosenheim - Robert Metzger, Fraktionschef der Sozialdemokraten, stellte im Haupt- und Finanzausschuss einen Antrag für eine "Zweite Eisfläche am Bahngelände Süd" vor. Doch umsetzbar ist er nicht, wie sich in der Aussprache herausstellte. 

Thema Eisstadion-Neubau - das nächste Kapitel. 

Um die Emotionen aus der Debatte um ein Eisstadion etwas herauszunehmen und ein Signal zu senden, habe die SPD-Fraktion den Antrag verfasst, erklärte Metzger. "Die Starbulls-Fans haben den Eindruck, man werde von Jahr zu Jahr vertröstet. Es geht uns darum einmal deutlich zu machen: Wir gehen strukturiert in die Planungen hinein."

Für den Grünen-Fraktionschef roch das nach Wichtigtuerei, so sein Vorwurf gegen seinen Stadtratskollegen. Hier werde über "Fantasieprojekte" diskutiert, sagte Lukas. 

Vorschlag: Zweite Eisfläche am Bahngelände Süd

Der Vorschlag der Sozialdemokraten: Man wolle die Frage nach einer zweiten Eisfläche - auch für den Schul- und Breitensport - abkoppeln von der Diskussion um ein neues Eisstadion. Daher könnte man doch dafür eine Fläche am Bahngelände Süd kaufen. 

Geht nicht, klärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer auf. "Wenn, dann ist lediglich der Kauf der Gesamtfläche mit Stellwerk und Kleingärten möglich. Nur eine Teilfläche bekommen wir nicht." 

Da sei man dran, zunächst jedoch wolle man vertiefte Bodenuntersuchungen durchführen, "damit wir wissen, was auf uns zukommt", so das Stadtoberhaupt. Für die Bodenuntersuchungen wolle man eine Förderung beantragen. Idealerweise könnte ab Herbst die Untersuchung beginnen.  

Für ein sinnvolles und durchdachtes Gesamtkonzept für das ganze Areal plädierten CSU-Fraktionsvorsitzender Herbert Borrmann und FW-Stadtrat Franz Baumann.

CSU und Grüne wollen keine falschen Hoffnungen wecken 

Eine auch im Rosenheimer Stadtrat eher seltene Koalition gab es bei der grundsätzlichen Frage um einen Eisstadion-Neubau. Franz Lukas (Grüne) analysierte nüchtern: "Die Finanzlage wird einen Neubau nicht hergeben, wenn es nicht ein privater Investor macht. Die Stadt kann höchstens einen kleinen Teil dazu geben." Eigentlich müsse "von Vereinsseite ein Finanzierungsplan" aufgestellt werden und über diesen könne man dann weiter beraten, so Lukas. 

Auch Herbert Borrman (CSU) bremste: Die Zahlen zur Bestandserhaltung des bisherigen Eisstadions müssten auf den Tisch. Zunächst müsse man schauen, was am jetzigen Standort noch machbar sei. 

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