Antrag für eine Resolution an die Staatsregierung

Rosenheimer Stadträte stellen sich gegen den Brenner-Nordzulauf

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Einige Rosenheimer machen ihren Standpunkt zum Brenner-Nordzulauf vor der Sondersitzung des Stadtrates am 19. September in Pang deutlich
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Roseheim - Die Stadtratsfraktionen von SPD, Grüne, ÖDP und FDP wollen keine neuen Bahntrassen durch Rosenheim. Diese Haltung untermauern die Lokalpolitiker nun mit einem Antrag. Eine Resolution soll her.

Auch in Rosenheim sind die Meinungen über den geplanten Brenner-Nordzulauf gespalten. Dies wurde nicht zuletzt bei der Sondersitzung des Rosenheimer Stadtrats deutlich. Auch hier war die Frage nach dem Bedarf tragendes Thema. Ob die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel durch das Inntal und den Rosenheimer Landkreis überhaupt notwendig ist, kann nur das Verkehrsministerium geben. Diese Frage ist bis heute unbeantwortet. Nun schließen sich Vertreter von SPD, Grüne, FDP und ÖDP zusammen und fordern eine Resolution zu beschließen und diese der Bayrischen Staatsregierung, dem Verkehrsausschuss des Bundestages, sowie den örtlichen Mandatsträgern im Landtag, Bundestag und dem Europaparlament weiterzuleiten.

Denn: "Seit der Aufnahme der konkreten Trassenplanung durch die Deutsche Bahn und dem Beginn der Bürgerbeteiligung in den Gemeindeforen dringen detailliertere Informationen zu dem Projekt an die Öffentlichkeit und sorgen für Verunsicherung bei den Rosenheimer Bürger" heißt es in einer Pressemitteilung. Als Begründung wird angeführt: 

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"Der geplante Brenner-Basistunnel und sein Nordzulauf ist seit vielen Jahren im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) festgeschrieben. Das Projekt ist seit der letzten Fortschreibung des BVWP 2030 alsbesonders dringlich eingestuft, obwohl bis heute eine Kosten-Nutzen Abwägung fehlt. Der Stadtrat sieht die Notwendigkeit eines solchen Mammut-Projektes vor dem Hintergrund der zu erwartenden Kosten und der Zerstörung von Lebensraum auf der einen Seite und dem nur sehr geringen Ertrag für die Verkehrsentlastung auf der anderen Seite nicht gegeben. Die Region Rosenheim ist außerdem durch die A8, die A93, die B15 und den bereits bestehenden Eisenbahnknotenpunkt besonders belastet."

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