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Verdacht auf Coronavirus in Deutschland: Frau auf Isolierstation eingewiesen - Untersuchungen laufen

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Den Staat um fast eine halbe Million betrogen

Rosenheim - Ein Unternehmer hat durch seine jahrelangen Betrügereien einen Schaden von 450.000 Euro angerichtet. Zollfahnder kamen ihm schließlich auf die Schliche:

Zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe von 7200 Euro wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie Leistungsbetrugs verurteilte das Amtsgericht Rosenheim einen ehemaligen Unternehmer aus dem Landkreis Rosenheim.

Schwarzarbeiter beschäftigt

Der 44-Jährige hatte über einen Zeitraum von fast fünf Jahren ein Reinigungsunternehmen in München betrieben sowie Import- und Exportgeschäfte getätigt. Dass er die Mehrzahl seiner Mitarbeiter nicht zur Sozialversicherung angemeldet hatte und den Sozialversicherungsträgern dadurch ein Schaden von mehr als 360.000 Euro entstanden ist, blieb zunächst unbemerkt.

Anscheinend liefen die Geschäfte trotzdem so schlecht, dass er seine Firma in München aufgab und zusammen mit einem Kompagnon eine neue Firma u.a. für Winterdienstleistungen in Rosenheim gründete. Auch hier beschäftigte er seine Mitarbeiter überwiegend schwarz und betrog zusammen mit seinem Geschäftspartner die Sozialkassen um weitere 53.000 Euro.

Ans Licht kamen die umfangreichen Betrügereien erst, als Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Rosenheimer Zoll-Standorts Traunsteinbei einem der Auftraggeber eine Geschäftsprüfung durchführten.

Geld für Kinder erschlichen

Zudem fanden die Ermittler heraus, dass der Mann, nachdem er auch diese Firma aufgegeben hatte, für sich und die mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebende Ehefrau und seine drei Kinder Sozialleistungen bezog, auf die er keinen Anspruch hatte. Während dieses Zeitraums erhielt er aus seiner früheren Tätigkeit noch Provisionen von mehr als 40.000 Euro.

Arbeitslosengeld abkassiert

Bei jeder Antragstellung auf Arbeitslosengeld II beim Jobcenter Landkreis Rosenheim hatte er diese Einkünfte allerdings verschwiegen und dadurch zu Unrecht fast 3 1.000 Euro erhalten.

Dicke Strafe

Wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 90 Fällen sowie wegen Leistungsbetrugs mit einem Gesamtschaden von fast 450.000 Euro wurde der Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zu einer Geldstrafe von 7200 Euro verurteilt. Weil der Mann voll geständig war, konnte die Strafe für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

Sein ehemaliger Geschäftspartner kam mit einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, die ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt wurde, davon.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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