Urteil zu tödlichem Unfall an Kreuzung St2079/St2359

Münchener stirbt nach Kollision bei Griesstätt - Kolbermoorer verurteilt

Rosenheim/Griesstätt - Ein 24-Jähriger aus Kolbermoor ist jüngst wegen fahrlässiger Tötung vom Amtsgericht Rosenheim verurteilt worden. Ein Mann ist bei dem Unfall am 5. Juni 2017 verstorben.

Ein 24-jähriger Kolbermoorer hat sich jüngst vor dem Rosenheimer Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Hintergrund ist ein Unfall an der Kreuzung, an der die Staatsstraßen St2079 und St2359 nahe Griesstätt aufeinander treffen. 


Der 71-jährige Fahrer des Golfs aus München, mit dem der Angeklagte kollidiert ist, verstarb infolge des Unfalls am 5. Juni vergangenen Jahres. Der junge Mann ist vom Vorsitzenden Richter Felix Ziemer zu neun Monaten auf Bewährung und 18 Monaten Fahrverbot verurteilt worden, berichtet das Oberbayerische Volksblatt.

"Ich halte Sie nicht für einen notorischen Raser. Vielmehr handelt es sich hier wohl um ein Augenblicksversagen", wird der Richter vom Oberbayerischen Volksblatt zitiert. Denn dass der Kolbermoorer mit etwa 160 Kilometern pro Stunde and er Kreuzung eintrifft, weil er zuvor zwei andere Fahrzeuge überholt hat, "damit musste das Unfallopfer, auch wenn es unerlaubt in die Kreuzung eingefahren ist, nicht rechnen."


Auch ein Gutachter hat bei dem Prozess ausgesagt. Da der Sachverständige Andreas Thalhammer laut Oberbayerischem Volksblatt erklärt hat, dass sich der Unfall hätte vermeiden lassen, wenn der Angeklagte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h eingehalten hätte, läge die überwiegende Schuld beim Angeklagten, der nun deswegen auch verurteilt worden ist.

Hintergrund des Unfalls

Der Angeklagte und der Verstorbene sind am 5. Juni vergangenen Jahres an der Kreuzung von St2079 und St2359 miteinander kollidiert. Der 71-jährige Golf-Fahrer, der seine Ehefrau noch mit im Auto hatte, hat damals nach links auf die bevorrechtigte Straße einbiegen wollen.

Dabei hat er die Vorfahrt missachtet. Allerdings ist es auch zu der Kollision gekommen, weil der Angeklagte zuvor zwei weitere Autos mit hoher Geschwindigkeit überholt und dabei auf rund 160 Kilometer pro Stunde beschleunigt hat. Wäre der 24-Jährige normal Tempo 100 gefahren, hätte der Unfall vermutlich vermieden werden können.

Am 5. Juni 2017 sind die beiden Fahrzeuge nahe Griesstätt miteinander kollidiert.

Der Golf hat sich bei dem Unfall mehrfach überschlagen und ist schwer beschädigt worden. Der 71-Jährige ist noch am gleichen Tag seinen schweren Verletzungen erlegen. Alle anderen Unfallbeteiligten sind ebenfalls durch den Unfall verletzt worden. Der 24-Jährige hat vier weitere Personen im Fahrzeug gehabt, der 71-Jährige seine Ehefrau auf dem Beifahrersitz.

Den ausführlichen Gerichtsbericht lesen Sie unter ovb-heimatzeitungen.de und in Ihrer gedruckten Heimatzeitung.

ksl

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Kommentare