Thema im Haupt- und Finanzausschuss

Situation an Rosenheimer Badeseen soll verbessert werden

+
Der Happinger Au See in Rosenheim
  • schließen

Rosenheim - Bereits im Juli diesen Jahres stellte die Stadtratsfraktion der Grünen einen Antrag zur Verbesserung der Situation an den Rosenheimer Badeseen. Dieser wurde nun in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses diskutiert.

In ihrem Antrag forderte die Stadtratsfraktion der Rosenheimer Grünen, die Stadtverwaltung solle die nachfolgenden Mängel an den Badeseen der Stadt beheben:

  • Öffnen aller fünf Toiletten am Happinger Ausee, sowie die regelmäßige Reinigung der Toiletten-Anlagen
  • Sanierung des Sandkastens und Anbringen eines Sonnensegels auf dem Gelände am Happinger Ausee
  • Regelmäßige Überprüfung und Reinigung der Toilette am Happinger See und Errichten mindestens noch einer neuen, mobilen Toilettenanlage

Zur Begründung teilte Fraktionssprecher Franz Lukas mit, dass die Partei immer wieder Beschwerden von Besuchern der Seen, vor allem von Familien mit kleinen Kindern, zur sanitären Situation auf dem Gelände von Happinger Ausee bzw. Happinger See erreicht hätten.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bezog die Verwaltung nun Stellung zu dem Antrag. So sei die Pächterin laut Verwaltung verpflichtet, die WC-Anlage im Zeitraum von 1. Mai bis 15. September tagsüber offen zu halten und für die Reinigung der Anlage zuständig. In einem persönlichen Gespräch habe sie gegenüber der Verwaltung glaubhaft versichert, dass bei entsprechendem Besucherandrang alle fünf Toiletten geöffnet werden. Lediglich wenn weniger Besucher vor Ort seien, werden einzelne Toiletten zur Verringerung des Reinigungs- und Personalaufwands verschlossen. An den Wochenenden seien grundsätzlich alle Toiletten geöffnet.

Die Verwaltung habe in der Vergangenheit bereits ein Dach über dem Sandkasten angebracht, das aber durch Vandalismus schnell wieder zerstört wurde. Man überlegt nun, Bäume als Schattenspender in der Nähe des Sandkastens zu pflanzen.

Was die Errichtung einer neuen Toilettenanlage betrifft, würde das laut Verwaltung etwa 2.600 bis 3.400 Euro kosten, je nach Größe. Der Kauf eines Sanitärcontainers würde mit etwa 15.000 Euro zu Buche schlagen, zuzüglich noch einmal in etwa 14.000 Euro für das Fundament und die Anschlüsse. 

"Hier ist Handlungsbedarf"

Der Antrag wurde auch von den Gremiumsmitgliedern diskutiert. Franz Opperer (Grüne) sieht klaren Handlungsbedarf. Fraktionsvorsitzender Franz Lukas (Grüne) bekräftigte seinen Antrag: "Unser Ansinnen war, wo man die Leute unterstützen kann. Was die Reinigung der Toiletten betrifft, ist das eine enorme Sache. Die Leute geben ihr Bestes." Auch Fraktionsvorsitzender Robert Multrus (Freie Wähler/UP) unbterstützt den Antrag seiner Stadtratskollegen: "Ich weiß nicht, ob das Konzept, alles den Kioskbetreibern zu überlassen, noch zeitgemäß ist. Ich halte es für überzogen, den Betreibern alles aufzuzwingen, auch wenn es in der Pacht mit inbegriffen ist." 

Bewirtschaftung der Parkplätze?

Opperer brachte zudem die Bewirtschaftung der Parkplätze ins Spiel: "Das sollten wir unbedingt tun." Zuspruch für seinen Vorschlag erhielt der Stadtrat von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die auf die vielen Beschwerden zur Parksituation verwies. Wenig mit dieser Idee anfangen konnte der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion Herbert Borrmann. Er sei der Meinung, dass einen Bewirtschaftung der Parkplätze zu einer Verlagerung führen würde. 

Lösungsvorschläge bis zum Frühjahr

Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, dass die Verwaltung bis zum Frühjahr 2020 Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten soll, über die  man dann zu gegebener Zeit noch einmal diskutiere.

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT