"Stille Tage": So lange dürfen wir feiern

Rosenheim - Gerade im Herbst stehen wieder viele von ihnen ins Haus: An den "Stillen Tagen" herrschte komplettes Tanzverbot - bislang! Auch in Rosenheim wurde die Regelung gelockert.

In Bayern gibt es neun sogenannte „Stille Tage“: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag und Heiligabend (ab 14 Uhr). Durch das Sonn- und Feiertagsgesetz (FTG) genießen die „Stillen Tage“ in Bayern einen besonderen Schutz. So sind an diesen Tagen öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur dann erlaubt, wenn der diesen Tagen entsprechende ernste Charakter gewahrt ist. Im Volksmund ist dieser besondere Schutz besser bekannt unter dem Begriff „Tanzverbot“.

Letztes Jahr lockerte der Bayerische Landtag das „Tanzverbot“. Jetzt darf in alle „Stillen Tage“ bis 2 Uhr morgens hineingefeiert werden. Bislang war dies immer nur bis 24 Uhr möglich. Einzige Ausnahmen davon bleiben der Karfreitag und der Karsamstag. Hier hält der Gesetzgeber an der bisherigen 24 Uhr-Regelung fest.

Für die aktuell anstehenden „Stillen Tage“ bedeutet das folgendes:

Das „Tanzverbot“ für Allerheiligen beginnt am 01. November ab 2 Uhr und endet um 24 Uhr. Partyveranstaltungen anlässlich Halloween können zwar am 31. Oktober beginnen, müssen aber am 01. November bis spätestens 2 Uhr beendet sein. An Heiligabend dürfen keine sogenannten „X-Mas-Partys“ durchgeführt werden. Diese können frühestens am 25. Dezember ab 0 Uhr beginnen. Gegen die Öffnung von Schank- und Speisewirtschaften, ggf. mit leiser Hintergrundmusik ist nichts einzuwenden, so lange es bei einer gemütlichen Unterhaltung bei Essen und Trinken bleibt. Einzige Ausnahme in Bayern ist der Karfreitag, für den ein generelles Verbot musikalischer Darbietungen und von Sportveranstaltungen gilt.

Die Regelungen des Sonn- und Feiertagsgesetzes gelten nicht nur für Tanzlokale sondern auch für Spielhallen, die an diesen Tagen geschlossen bleiben müssen.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

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