Thema im Hauptausschuss

Silvester-Feuerwerk in der Innenstadt: Kompromiss gefunden

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Wird Silvesterfeuerwerk in der Rosenheimer Innenstadt verboten? Am Dienstag (19. November) ist das mögliche Feuerwerksverbot Thema im Rosenheimer Haupt- und Finanzausschuss.
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Rosenheim - Silvesterfeuerwerk in der Rosenheimer Innenstadt - ja oder nein? Über einen Antrag von FDP Stadträtin Maria Knott-Klausner hatte am 19. November der Rosenheimer Hauptausschuss zu entscheiden. Man fand eine Kompromisslösung.

Wird es weiterhin ein Silvesterfeuerwerk in der Rosenheimer Innenstadt geben? Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses diskutierten in der jüngsten Sitzung über das Thema. Nach längerer Diskussion einigte sich das Gremium mit sechs zu fünf Stimmen dafür, das Feuerwerk für ein Jahr auf Probe nur auf dem Max-Josefs-Platz zu verbieten. Grundsätzlich hatten sich alle Gremiumsmitglieder für ein Verbot ausgesprochen. Diskussionspunkt war jedoch der Geltungsbereich. Die  Gegenstimmen waren darauf zurückzuführen, dass die Ausschussmitglieder der Grünen, der SPD und der Freien Wähler/UP mit einem Zurückbleiben hinter dem Vorschlag der Verwaltung, das Verbot auch auf den Ludwigsplatz auszudehnen, nicht einverstanden waren.

Nur brandschutzrechtliche Grundlage

Die Verwaltung teilte in der Sitzung mit, dass als Grundlage für das Verbot eines Feuerwerks letztendlich nur brandschutzrechtliche Gründe in Betracht kommen. "Die einzige Maßnahme für ein Verbot ist der Schutz von Gebäuden", sagte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. 

Aus Sicht der Verwaltung ist das für den begrenzten Bereich der Altstadt (Max-Josefs-Platz, Ludwigsplatz und Färberviertel) gegeben, da zum einen die Buden des Christkindlmarktes, die an Silvester regelmäßig noch stehen, eine zusätzliche Brandlast darstellen. Zum anderen erhöhen die für Inn-Städte typische Grabendach-Gestaltung die Möglichkeit, dass sich in den Entwässerungsrinnen Feuerwerkskörper sammeln und dort weiter schwelen und gegebenenfalls Brände auslösen können.

"Mir ging es um Alternativen"

Der Antrag von FDP-Stadträtin Maria Knott-Klausner liegt bereits seit Jahresbeginn vor. "Mir ging es bei meinem Antrag um kein Verbot, sondern um Alternativen", so die Stadträtin im Vorfeld Gespräch mit rosenheim24.de. "Der Stadtrat hat eine Verantwortung für die Sicherheit der Bürger und das Ausmaß, das die Knallerei in den letzten Jahren angenommen hat, ist so nicht mehr zu akzeptieren." Bereits im April wurde im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz hitzig diskutiert

Auch in anderen Städten Thema

Auch in anderen Städten wurde ein Feuerwerksverbot bereits diskutiert. In Waldkraiburg beispielsweise gab es den Vorschlag, das private Feuerwerk durch ein städtisches zu ersetzen. Dem musste dann aber letzten Endes die Stadtverwaltung eine Absage erteilen.

In der Nähe von Kirchen, Kliniken, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandgefährdeten Gebäuden ist ein Feuerwerk generell untersagt. Die Regeln sind in der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz festgelegt. Zudem können Kommunen weitere Verbotszonen einrichten. Das hat zum Beispiel die Stadt Wasserburg getan. Die Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden ruft ihre Einwohner seit 2016 als zertifiziertes Bergsteigerdorf dazu auf, auf Feuerwerke zu verzichten. Auch in Inzell und Kirchanschöring ist bereits über den Verzicht diskutiert worden. Wer trotz eines Verbotes böllert, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

jb

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