Mehr als kurioser Polizeieinsatz in Rosenheim

Passanten melden „Entführung“ in Happing - doch es steckt etwas ganz anderes dahinter...

Polizeifahrzeug mit Blaulicht im Einsatz
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Polizei Blaulicht (Symbolbild).

Rosenheim - Kuriose Szenen spielten sich am Freitagmittag, 11. Dezember, im Stadtteil Happing ab. Passanten meldeten der Polizei die mögliche „Entführung“ einer Frau. Die Sache war aber letztlich eine ganz andere:

Gegen 13 Uhr hatten Passanten die Beamten verständigt und darüber informiert, dass sie ein langsam vorbeifahrendes Auto festgestellt hätten. Beim Vorbeifahren hätten sie außerdem kurz sehen können, wie auf dem Beifahrersitz eine Frau saß. Dieser seien die Augen verbunden gewesen. Zudem sei der Wagen kurz nach den Beobachtungen von der Seestraße in ein angrenzendes Waldstück abgebogen.

Die Schilderungen gingen jedoch sogar noch weiter: Anschließend sei der Fahrer aus dem Auto ausgestiegen, während die Dame im Wagen zurückblieb. Auf die Anrufer wirkte dies, als würde die Frau dort gegen ihren Willen festgehalten werden. Es wurde in diesem Zusammenhang sogar das Wort „entführt“ genannt.

„Entführung“ entpuppt sich als Heiratsantrag

Die Polizei machte sich natürlich sofort auf den Weg in den Süden Rosenheims. Vor Ort angekommen, konnte die Situation aufgeklärt werden. Zudem hatte die Dame inzwischen wieder einen „klaren Blick“, die Augenbinde war weg. Zudem wirkten Mann und Frau auf die Beamten nach Polizeiangaben „sehr freudig und glücklich - und nicht wie Täter und Opfer“. Und dem war auch genau so: Der Mann hatte nämlich seine „Noch-Nicht-Frau“, sprich seine Freundin, „entführt“, um ihr im Bereich der Seestraße im Wald einen Heiratsantrag zu machen.

Dass die Frau auch wirklich „Ja“ gesagt hatte, dafür bestand für die eingesetzten Beamten keinerlei Zweifel, die in diesem Fall unverrichteter Dinge gerne wieder abrückten. Zudem wünschten die Polizisten auch noch alles Gute für das weitere Leben zu zweit, um die romantische Stimmung nicht weiter zu stören.

Polizei Rosenheim/mw

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