Hindenburg: Seit 1934 kein Ehrenbürger mehr

+
Hindenburg-Standbild am Kyffhäuser
  • schließen

Rosenheim - Die Ehrenbürgerschaft des ehemaligen Reichspräsidenten ist am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Rosenheim Thema gewesen:

Dem 1933 zum Ehrenbürger der Stadt Rosenheim ernannte Reichspräsident und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg wird die Ehrenbürgerwürde nicht aberkannt. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Rosenheim am Dienstag, 07.05., beschlossen. Dem gingen Anträge der SPD-Fraktion und des Bündnis90/Die Grünen sowie der WIR/ÖDP voraus, Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Begründung: Hindenburg sei schließlich weder in Rosenheim geboren worden noch habe er sich Verdienste um die Stadt erworben.

Ehrenbürgerschaft kann nach Tod nicht widerrufen werden:

Lesen Sie auch:

Nun hat die Stadt Rosenheim entschieden dem ehemaligen Reichspräsidenten die Ehrenbürgerschaft nicht abzuerkennen. Grund: Diese ist nach seinem Tod am 2. August 1934 bereits erloschen und ein bereits erloschenes Recht kann nicht widerrufen werden.

Paul von Hindenburg.

Diese Erkenntnis begründet Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer auf den Kommentar von Prandl/Zimmermann/Büchner, Kommunalrecht in Bayern, zu Artikel 16 der Bayerischen Gemeindeordnung, der besagt, dass das Ehrenbürgerrecht mit dem Tod erlischt. Weiter steht geschrieben: "Ein Widerruf des Ehrenbürgerrechts kann nur zu Lebzeiten des Inhabers dieses Rechts erfolgen, da es sich hierbei um ein höchstpersönliches Recht handelt."

Zurück zur Übersicht: Rosenheim Stadt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser