Rosenheimerin bei Physik-Weltcup

"Guter Auftakt im Vergleich zum letzten Jahr!"

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Rosenheim - In Jekaterinburg, der östlichsten Großstadt Europas, starteten am Montag Teams aus 29 Ländern in den 29. International Young Physicists; Tournament, dem kurz IYPT genannten Physik-Weltcup. Auch eine Rosenheimerin ist mit von der Partie:

"Ich erwarte sehr spannende Spiele", sagte IYPT-Präsident Martin Plesch aus der Slowakei. Wieder mit dabei die deutsche Gruppe mit Ann- Kathrin Raab (18) aus Rosenheim, Jonas Landgraf (18) und Fabian Eller (18) aus Weiden, Sören Selbach (18) aus Koblenz und Carina Kanitz (18) aus Erlangen. Unter den Portraits von Marx und Lenin, Relikte aus sowjetischer Vergangenheit, kämpfen die fünf in dieser Woche in der russischen Ural Federal University um die Medaillen. 

Ann-Kathrin ist von der Atmosphäre begeistert. "Nur die Unterkunft ist schon sehr russisch", sagt sie. "Aber nur zum Schlafen ist es OK." Im ersten von fünf Wettkampfrunden galt es, sich gegen Polen und Rumänien durchzusetzen. „Im Vergleich zum letzten Jahr war es schon ein guter Auftakt“, sagt Ann- Kathrin. Souverän stellte sie ihre Experimente zu komplexen Wirbeln auf einer Wasseroberfläche dar und erhielt eine gute Jurywertung. Auch für die Diskussionen über tanzende Tischtennisbälle auf einem rotierenden Plattenteller und magnetische Züge im Miniformat überzeugte Ann-Kathrin zusammen mit ihren Mitstreitern. 

"Besonders das Review von Jonas war heute super. Es war das beste Review überhaupt bisher", lobt Ann- Kathrin ihren Team-Kapitän. Nach diesem gelungenen Auftakt sicherten sich die fünf Achtzehnjährigen den 3. Platz in der Gesamtwertung. Nur die Teams aus Singapur und der Schweiz sammelten wenige Punkte mehr. Am zweiten Wettkampftag gilt es, diese sehr gute Ausgangsposition nicht nur zu behaupten. Denn nun trifft das deutsche Team auf die Schweiz und soll natürlich in einem ersten „kleinen Finale“ überrundet werden. 

IYPT

Beim IYPT tragen die einzelnen Teams die zu Hause erarbeiteten Lösungsvorschläge in sogenannten Fights vor, wobei die gegnerische Mannschaft bestimmt, welches Problem vorgetragen wird. Während die Gegner in einer anschließenden wissenschaftlichen Diskussion versuchen, Schwachstellen in der Argumentation der vortragenden Mannschaft aufzudecken, beurteilt ein drittes Team sowohl Reporter als auch Opponent. Eine Jury aus Lehrern und Wissenschaftlern bewertet schließlich alle drei Teams. Damit kommt es nicht nur auf physikalisches Fachwissen an, sondern auch auf die Fähigkeit, in englischer Sprache zu kommunizieren sowie Fairness.

Pressemitteilung Jan Oliver Löfken

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