Mit Marcus Pretzell

Politischer Frühschoppen der Jungen Alternative und der AfD

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Marcus Pretzell (MdEP) bei seinen Ausführungen

Rosenheim - Zu einem politischen Frühschoppen luden der Landesverband Bayern der Jungen Alternative (JA) und der Rosenheimer Kreisverband der AfD. Hauptthema war das Waffenrecht:

Im überbesetzten Saal referierten der JA-Landesvorsitzende Andreas Winhart zum Thema "Gesellschaftlicher Wandel in der Bundesrepublik" sowie als Hauptredner der AfD-Europaabgeordneten Marcus Pretzell zum Thema "Innere Sicherheit – Erfährt das Gewaltmonopol einen Paradigmenwechsel". Marcus Pretzell ging dabei vor allem auf die Problematik der geplanten Änderungen des Waffenrechts ein sowie deren Auswirkung auf Sportschützen, Traditionsvereine sowie Jäger. In einer längeren Diskussion mit reger Teilnahme der Anwesenden ging Pretzell ferner auf das mediale Auftreten der AfD-Führung ein.

Nach der Begrüßung erläuterte zunächst Andreas Winhart seine Standpunkte zum gesellschaftlichen Wandel in Deutschland. Hierbei zeigte er von den Gründungstagen der Bundesrepublik und die damalige Integration der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, über die ersten Gastarbeiter, die 68er bis hin zur Wiedervereinigung 1990 und die Europäisierung der 90er-Jahre immer wieder Parallelen zur heutigen Flüchtlingskrise auf. Ferner kritisierte Winhart die fehlende Abgrenzung zu linken Ideologien in den Jahren nach der 68er-Bewegung und vor allem die seiner Meinung nach miserable Aufarbeitung der SED-Diktatur in der DDR. Die Gesellschaft sei hier mehrmals merklich nach links verrückt worden und auch das System Merkel setzte diesen Trend derzeit vehement fort, so Winhart in seinen Ausführungen.

Marcus Pretzell widmete sich dem sogenannten Gewaltmonopol und führte dabei zunächst an, dass dieses auch von Staat missbraucht werden kann. So begann er seinen Vortrag mit den Einschnitten für die Bevölkerung seit den Terroranschlägen vom 11.9.2001. Pretzell führte an, dass die Überwachungen und die Schaffung sogenannter "gläserner Konten" weniger dem Schutz vor Terrorismus jedoch mehr der Überwachung der eigenen Bevölkerung dienen. Als nächsten Schritt in diesem Prozess der Entmündigung der Bürger nannte er das E-Call –System in Neufahrzeugen, welches eine dauernde Überwachung von Verkehrsteilnehmern möglich macht und dessen Einführung verpflichtend für das Jahr 2017 vorgesehen ist. Von der Entmündigung der Bürger leitete Pretzell auf das Hauptthema des Waffenrechts und die angedachten Änderungen nach den Anschlägen von Paris über. Anhand von zahlreichen Daten verdeutlichte er, dass der legale Waffenbesitz in weitaus geringerem Maße für kriminelle Taten verantwortlich ist. Jedoch sieht er bei den geplanten Änderungen große Nachteile für Sportschützen, Gebirgsschützen und Jäger, die bislang stets einen verantwortlichen Umgang mit Ihren Waffen gezeigt hätten. Vielmehr liege die Gefahr von kriminellen Delikten im Bereich des illegalen Waffenbesitzen, wegen dem man aber den legalen Waffenbesitzern nicht unnötig das Leben erschweren sollte und zudem keinen unnötigen bürokratischen Aufwand erzeugen sollte. Im Rahmen des Vortrages und der Diskussion ging Pretzell mehrmals auf die von AfD- Bundesprecherin Frauke Petry getätigten Äußerungen zum Vorgehen der Polizei im Falle von illegale Grenzübertritten wenn es zu einer Grenzschließung im Zuge der Flüchtlingskrise kommen sollte. Marcus Pretzell verdeutlichte dazu nochmals die Gesetzeslage und als den interessierten Zuhörern die entsprechenden Passagen der Gesetzestexte nochmals vor, sowie die Passagen des Interviews von Frau Dr. Petry mit besagten Äußerungen vor.

Pressemitteilung AfD

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