Auf Tankstelle und Schuhgeschäft

Bewaffnete Raubüberfälle in Rosenheim - Polizei: "Ermitteln in alle Richtungen"

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Diese Bilder einer Überwachungskamera veröffentlichte die Polizei nach dem Überfall auf das Schuhgeschäft.

Rosenheim - Innerhalb von 14 Tagen kam es in Rosenheim zu zwei Raubüberfällen. In beiden Fällen war der Täter bewaffnet und konnte zu Fuß flüchten. Seit dem wird heftig spekuliert, ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht. 

Aufgrund der Corona-Pandemie war in der Rosenheimer Innenstadt am 26. Mai noch nicht allzu viel los. Dennoch sorgte ein Raubüberfall auf ein Schuhgeschäft in der Prinzregentenstraße an der Ecke Gillitzerstraße für große Aufregung. 

Um kurz vor 13.30 Uhr betrat ein maskierter Mann den Laden und forderte von einer anwesenden Verkäuferin mit vorgehaltener Waffe die Herausgabe von Bargeld. Trotz des sofortigen Einsatzes zahlreicher Polizeistreifen unter Beteiligung eines Diensthundes sowie eines Polizeihubschraubers blieb die Fahndung erfolglos - bis heute. 

Zwei Überfälle in Rosenheim innerhalb von zwei Wochen

13 Tage später am 7. Juni folgte der zweite Überfall im Stadtgebiet von Rosenheim. Gegen 20.56 Uhr betrat damals ein ebenfalls unbekannter Mann eine Tankstelle neben einem Autohaus in der Westerndorfer Straße im Ortsteil Westerndorf St. Peter. Auch er zwang unter Vorhalten einer Schusswaffe den Angestellten, Bargeld herauszugeben. 

"In beiden Fälle gibt es leider keinen neuen Erkenntnisse. Die Ermittlungen laufen natürlich weiterhin, allerdings gibt es aktuell nichts neues zu berichten", erklärte Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von rosenheim24.de. 

Spekulationen: Ein oder mehr Täter?

Weiterhin wird in der Bevölkerung viel spekuliert. Einige Bürger gehen davon aus, dass es sich in beiden Fällen um ein und den selben Täter handelt. "Das können wir derzeit nicht ausschließen", sagte Emig zu dieser Theorie. "Wir ermitteln in alle Richtungen." Derzeit gibt es jedoch wohl keinen handfesten Beweis, der diese Theorie stützen würde. 

Auch wenn sich die Beschreibungen der beiden Täter ähnlich lesen, ist wohl anzunehmen, dass es sich bei dem Tankstellenüberfall um einen etwas älteren Mann handelt, als ein paar Tage zuvor bei dem Vorfall im Schuhgeschäft. 

Während der Täter vom 26. Mai von Zeugen auf etwa 20 Jahre alt, circa 175 cm groß mit schlanker Figur beschrieben wird, schätzt man den Täter vom Tankstellenüberfall aufgrund der vorliegenden Videoaufnahmen tendenziell etwas älter und etwas größer ein. Er soll zwischen 175 und 180 cm groß und zwischen 20 und 30 Jahre alt sein. Außerdem trug er dunkle, in die Stirn ragende Haare und eine Brille mit runden Gläsern. 

mz

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