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Unterschriftenaktion gestartet

SPD fordert: Mehr bezahlbare Wohnungen in der Bogensiedlung

Rosenheim - Die SPD Rosenheim-Stadt startet eine Unterschriftenaktion für mehr bezahlbare Wohnungen auf der Fläche der Bogensiedlung. Die Pressemitteilung der Partei dazu:

Derzeit stehen auf der Fläche, der Bogensiedlung knapp 200 Wohnungen, die aus dem sozial geförderten Wohnungsbau der 60er Jahre hervorgingen und die heute noch von der Stadt für Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind zur Verfügung gestellt werden. Diese Fläche möchte die Stadt für die Entwicklung der Hochschule opfern. 

Diese Entscheidung hat nicht nur zur Folge, dass die derzeit bestehenden Wohnungen verloren gehen, erläutert die SPD Vorsitzende und Stadträtin Elisabeth Jordan, auch die Chance die Anzahl der Wohnungen zu erhöhen und damit für mehr Menschen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen wird damit zunichte gemacht. Die SPD Vorsitzende kündigt deshalb eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Fläche der Bogensiedlung und für mehr bezahlbare Wohnungen. Wir rufen alle Rosenheimer auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen, gibt sich Jordan kämpferisch und hofft auf breite Unterstützung. Die dazugehörigen Listen können auf der Homepage der SPD Rosenheim-Stadt heruntergeladen werden. Wir hoffen damit, den Beschluss des Aufsichtsrats der städt. Rosenheimer Wohnbaugesellschaft (GRWS) vom 23. Juni 2016, an dem mehrheitlich mit den Stimmen von CSU und FW der teilweisen Tausch, bzw. Verkauf der Bogensiedlung mit der Immobiliengesellschaft des Freistaat Bayern beschlossen wurde, korrigieren zu können ergänzt Robert Metzger, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rosenheimer Stadtrat.

Denn auch die SPD Stadtratsfraktion ist der Auffassung, dass an dieser Stelle neue Wohnungen entstehen sollen und hat sich in der betreffenden Aufsichtsratssitzung gegen den Verkauf der Bogensiedlung ausgesprochen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht", so Robert Metzger. Wir sehen durchaus auch die Notwendigkeit, dass die Hochschule sich entwickeln können muss. Der immense Bedarf an Wohnungen in Rosenheim und die Tatsache, dass es für die Hochschule Alternativen gibt, hat uns aber bewogen hier neue, bezahlbare Wohnungen für Rosenheim bauen zu wollen.“ Die Alternative für die Hochschulentwicklung sieht die Stadtratsfraktion in der Tatsache, dass zum Einen die Hochschule bereits über 50% der Fläche im eigenen Besitz verfügt, zum Anderen dass das Grundstück auf dem ehemals der Getränkegroßhändler Hubauer seine Firma hatte von einem Förderer der Hochschule gekauft wurde. Zusätzliche Flächen stünden außerdem nördlich der Hochschule zur Verfügung, auf denen unter Anderem auch ein Nahversorgungszentrum geplant ist.

Metzger bedauert, dass mit der Entscheidung über den Verkauf der Bogensiedlung die bereits bestehenden Pläne, die Bogensiedlung durch eine neue Wohnanlage zu ersetzen, nun fallen gelassen werden. Diese Pläne hätten für bezahlbaren Wohnraum in der Anzahl von bis zu 240 Wohnungen gesorgt, vielleicht sogar etwas mehr. Und dies wäre ein wichtiger Schritt, hin zu mehr Wohnungen, denn Rosenheim hat weiterhin einen aktuellen Wohnungsbedarf von ca. 700 bis 1.000 Wohnungen. Zusätzlich benötigen über 3.000 Studierende, die nicht täglich an die Hochschule pendeln können, entsprechenden Wohnraum.

Der Verkauf der Bogensiedlung steht aber mit der Entscheidung der Stadt noch nicht endgültig fest, der Haushaltsausschuss des bayr. Landtages muss den Kauf für die Hochschule in einer der nächsten Sitzungen beschließen. Die SPD Stadtratsfraktion hat deshalb die Landtags-SPD um Unterstützung gebeten. „In einer ausführlichen Begründung haben wir dargestellt warum an dieser Stelle der Erhalt eines Wohnbaugebiet notwendig ist und welche Alternativen es für die Hochschule gibt,“ begründet Metzger diesen Schritt.

Pressemitteilung SPD Unterbezirk Rosenheim-Stadt

Rubriklistenbild: © dpa

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