Aus dem Gerichtssaal

Schwarzangeln: Rosenheimer springt der Justiz vom Haken

Rosenheim - Allerlei Dinge landen zu Weilen vor Gericht. So auch der Fall eines 45-Jährigen, der beim Schwarzangeln erwischt worden sein soll. Das Oberbayerische Volksblatt berichtet über den skurrilen Prozess.

Der Vorwurf stammt von einem Kontrollbeauftragten des Kreisfischereivereines, der ihn im September des vergangenen Jahresin flagranti am Happinger See erwischt haben will. Nach seiner Darstellung sei der Mann daraufhin getürmt. Seine Identität habe er dann festgestellt, als er ihn bei seinem Auto auf einem nahe gelegenen Parkplatz noch einmal zur Rede stellen wollte. 

Gegen den Strafbefehl über 800 Euro hatte der Rosenheimer Widerspruch eingelegt, und so landete die Sache vor Gericht.

Der Angeklagte wusste die Geschichte vollkommen anders zu berichten. Nicht zum Angeln, sondern zum Sp azieren gehen sei er an dem See unterwegs gewesen. Das könnten auch zwei Freunde, die mit dabei waren, bestätigen. Diese seien nur leider gerade nicht in Rosenheim, weshalb ihre Aussage an einem zweiten Termin aufgenommen werden sollte. 

Dieses Mal wies allerdings der Verteidiger des Mannes ein Fax vor, in dem sich die Beiden entschuldigten. Sie seien gerade in Südafrika, könnten ihre Aussage allerdings im April vortragen. Es wäre also noch ein weiterer Termin nötig gewesen.

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit schlug die vorsitzende Richterin Christina Wand vor, das Verfahren wegen Geringfügigkeit gegen eine Auflage einzustellen. Der Rosenheimer kommt daher mit einer Geldbuße von 400 Euro davon und gilt als nicht vorbestraft.

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