Paten für Flüchtlinge weiter gesucht

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Shojaodin Aryapour, Christian Hlatky und Fadi Chahin stellten die Projekte der Sozialen Stadt für die Flüchtlinge vor.

Rosenheim - Ins Bürgerhaus Miteinander hatte die Soziale Stadt Rosenheim Flüchtlinge aus allen Stadtteilen eingeladen, um sie über Angebote zu informieren.

Nach der Begrüßung durch Bürgerhauskoordinator Christian Hlatky von der Sozialen Stadt stellt Hlatky die laufenden Projekte der Sozialen Stadt für die Flüchtlinge vor. Fadi Chahin und Shojaodin Aryapour übersetzten in Arabisch und Farsi, eine der Landessprachen in Afghanistan.

Zunächst wurde der neue Deutschkurs im Bürgerhaus Miteinander von Anja Radojcic vorgestellt, der allerdings mit 19 Anfängern und 7 Analphabeten bereits voll belegt ist.
Beim Stammtisch von Matt Jacobsen ist jeder Flüchtling oder Zuwanderer willkommen, der Deutsch sprechen üben will. Jeden Dienstag von 19 – 20.30 Uhr trifft sich die Gruppe im Bürgerhaus Miteinander.

Für die Flüchtlinge ist es wichtig, Fahrrad fahren zu können, da Bustickets nicht bezahlt werden. Deshalb bietet die Soziale Stadt einen Fahrradkurs an. Jeden Dienstag und Donnerstag treffen sich die Fahrradfahranfänger um 10.00 Uhr auf dem Gelände das Sportbund DJK Rosenheim e.V. an der Pürstlingstraße unter Leitung von Diplomsportlehrer Tomasz Podrazka. Alle die Radfahren lernen wollen, sind herzlich willkommen.

Ein regelmäßiges Treffen bieten die Räume des Nordtreffs am Gern 10. Jeden Mittwoch sind alle Flüchtlinge, Zuwanderer und alle anderen Stadtteilbewohner zum Spielenachmittag ab 15 Uhr eingeladen. Die Gelegenheit zum gemeinsamen Frühstück gibt es dort jeden Donnerstag ab 9 Uhr. Das Frühstück ist ein Projekt unter der Leitung von Gabriele Häcker.

Gefragt nach ihren Interessen, meldeten die Flüchtlinge zurück, dass sie gerne Fußball, Volleyball und Basketball spielen wollen, sowie Pingpong und Billard. Die Soziale Stadt wird nun die entsprechenden Kontakte zu den Rosenheimer Sportvereinen herstellen.

Ein besonderes Interesse haben die Anwesenden an der Kultur und Geschichte von Deutschland und Rosenheim zurückgemeldet. Der historische Verein Rosenheim ist bereits für eine Veranstaltung angefragt und die Touristeninfo Rosenheim wird eine Stadtführung in englischer Sprache mit Übersetzung in Farsi und Arabisch anbieten.

In vielen Ländern aus denen die Flüchtlinge nach Rosenheim kommen, gehört es nicht zur Kultur, schwimmen zu gehen. Viele Flüchtlingsfamilien können deshalb nicht schwimmen. So meldeten sich auch beim Treffen bereits 21 Flüchtlinge, die keine Schwimmkenntnisse besitzen. Damit sie den Sommer in Rosenheim sicher am Badesee verbringen können, wird die Soziale Stadt einen Schwimmkurs für Flüchtlinge organisieren.

Viele Rosenheimer haben Dinge des täglichen Bedarfs gespendet und so kann ein großer Spendenbasar für Bedürftige stattfinden. Andrea Kuba, Mitarbeiterin der Sozialen Stadt lädt alle Flüchtlinge am 7. Juni 2014 ab 14 Uhr in das Bürgerhaus Miteinander ein.

Viele der Flüchtlinge meldeten sich in der anschließende Diskussionsrunde zu Wort: „Ich bin glücklich hier in Rosenheim in einer internationalen Stadt zu sein“, so Suyd Abdul Ghani Musafer, der mit seinen beiden Kindern und seiner Frau aus Afghanistan geflohen ist, „gerne würden wir mehr Deutsch lernen können.“

Shojaodin Aryapour, ein junger Mann ebenfalls aus Afghanistan: „Ich bedauere, dass alle Bescheide von den Behörden so lange dauern. Viele von uns können vor lauter Angst nicht mehr schlafen“, beschreibt er die Situation vieler Flüchtlinge.

Von den anwesenden Flüchtlingen erklärten sich viele bereit, ehrenamtlich in den Stadtteilen zu helfen. Ein junger Flüchtling aus Georgien bot spontan an, ein Fußballtraining für die Fußballinteressierten zu organisieren. Andere helfen bereits im Miniladen, in den Fahrradwerkstätten und in anderen Projekten im Bereich der Sozialen Stadt.

Am Bürgerhaus Miteinander wird im Schaukasten ein Informationstafel für Flüchtlinge in Rosenheim eingerichtet, mit allen wichtigen Informationen und Angeboten.

Weiter gesucht werden Paten für Flüchtlinge. Die Flüchtlinge, die bereits Paten haben, wie Fadi Chahin sind sehr froh darüber: „Ein Pate hilft sehr“, so Chahin.

Gesucht werden auch noch Fahrräder und Laptops sowie PCs für die Flüchtlinge. Wer Pate werden möchte oder Fahrräder und PCs spenden kann, meldet sich bitte bei Christian Hlatky, Telefon 08031 / 2321358, oder Mail: c.hlatky@grws-rosenheim.de

Pressemitteilung Soziale Stadt Rosenheim

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