Besuch im Mehrgenerationenhaus in Rosenheim

Ist ein Miteinander der Generationen bedroht?

Staatsekretär Florian Pronold zu Besuch im Mehrgenerationenhaus in Rosenheim.
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Staatsekretär Florian Pronold zu Besuch im Mehrgenerationenhaus in Rosenheim.

Rosenheim - Staatssekretär Pronold konnte bei seinem Besuch im Mehrgenerationenhaus nicht zusichern, ob weitere Projekte unterstützt werden können. Jedoch ist eine Städtebauförderung geplant.

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) der AWO (Arbeiterwohlfahrt) Kreisverband Rosenheim e. V. zeigt auf, wie unsere Gesellschaft leben könnte – ein Miteinander aller Generationen unter einem Dach.

Auf Einladung der SPD-Rosenheim überzeugte sich am vergangenen Montag Florian Pronold, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, von der überaus wichtigen Arbeit im MGH. Zusammen mit dem Oberbürgermeisterkandidaten Robert Metzger und Vertretern der Rosenheimer SPD konnte Pronold hierbei aber nicht nur über das vielseitige Angebot im Haus staunen, das die Bandbreite von der Kinderkrippe bis zu „Essen auf Rädern“ für Seniorinnen und Senioren abdeckt. Zugleich hatte der Staatssekretär und Landesvorsitzende der SPD in Bayern auch die Gelegenheit, dem langjährigen Kreisvorsitzenden der AWO Rosenheim Herrn Herbert Weißenfels zum 70. Geburtstag nachträglich zu gratulieren.

Die AWO feiert in diesem Jahr auch noch ihr 95-jähriges Bestehen und so konnte Pronold zusichern, dass man plane, die Städtebauförderung stark auszuweiten. Ob man laufende Projekte über 2014 hinaus weiter fördern könne, darüber könne man aber derzeit noch keine Aussage machen. Das Programm der Mehrgenerationenhäuser liegt im Ressort des Bundesfamilienministeriums und Ende 2014 läuft in der Bundesförderung das Programm „Mehrgenerationen II“ aus.

Pronold konnte die Sorgen um den Fortbestand der Einrichtung verstehen, doch wollte er diesbezüglich auch keine Versprechen machen. „Ich kann Ihnen aber zusagen, Ihre Anliegen sehr ernst zu nehmen und diesen schwierigen Kampf um die nötigen Haushaltsmittel mit aller Kraft aufzunehmen“, so Pronold.

Klaus Schindler, Abteilungsleiter im MGH, nahm den Staatssekretär beim Wort und berichtete ihm vom aktuell geplanten Projekt RoSIG, „Älter werden in der Erlenau“. Hierbei müsste der soziale wie auch der bauliche Bereich zusammenarbeiten, damit Senioren möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden bzw. im Stadtteil bleiben könnten. Nötig sei es, so Pronold, in diesem Zusammenhang das Programm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), das von der schwarz-gelben Bundesregierung gestrichen worden war, im Zuge einer nachhaltigen Städtebauförderung wieder aufzunehmen.Im Rosenheim drohe man trotz der großen Nachfrage an Wohnungen eine Entwicklung zu verschlafen.

Die älter werdende Gesellschaft erfordere aber Anstrengungen bei barrierefreien Neu- und Umbauten. Dies mache quartiersbezogene Strategien nötig, um im angestammten Wohnraum und Stadtteil älter werden zu ermöglichen, merkte Schindler weiter an.

Pronold dankte an dieser Stelle dem SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Robert Metzer und seinen SPD-Stadtratskollegen für ihren bisherigen Einsatz in diesem Bereich. Um diese Projekte zu verstetigen, bzw. auszubauen, brauche es Mehrheiten im Stadtrat und einen Oberbürgermeister mit dem richtigen Blick für die Zukunft, stellte der Staatssekretär die gegenwärtige Situation klar.

Zum Abschluss des Besuchs bedankte sich Pronold bei den Mitarbeitern der AWO und dem MGH für ihren unermüdlichen Einsatz, der Mehrwert für die Gesellschaft sei unbezahlbar.

Pressemitteilung SPD Rosenheim-Stadt

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