Nach Anregung der Rosenheimer Polizei:

Videoüberwachung im Hofbräukomplex soll kommen

Rosenheim - Die Innenstadt soll sicherer werden - diesem Ziel hat sich die Rosenheimer Stadtverwaltung verschrieben. An Brennpunkten sollen jetzt neue Kameras installiert werden:

Insgesamt vier Stunden tagte der Rosenheimer Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag Abend. Zahlreiche Tagesordnungspunkte wurden von den Rätinnen und Räten des Gremiums diskutiert und für den Stadtrat in der kommenden Woche vorbereitet.

"Kriminalitätsgeographischer Brennpunkt am Hofbräukomplex"

Einer der insgesamt 23 Tagesordnungspunkte in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses beschäftigte sich dabei mit der zusätzlichen Videoüberwachung im Innenstadtbereich. Wie Wirtschaftsdezernent und Pressesprecher der Stadt Rosenheim, Thomas Bugl, auf Nachfrage von rosenheim24.de erklärte, hätten sich im Jahr 2015 die Delikte im Bereich des Hofbräukomplexes auf rund 100 Einzelfälle belaufen. Wie die Rosenheimer Polizei festgestellt hatte, sei in einem derartigen "kriminalitätsgeographischen Brennpunkt" eine Videoüberwachung denkbar.

In einer Maßnahme bis zum Jahr 2018 sollen deshalb nun neue Überwachungskameras im Bereich installiert werden. Zusätzlich zu dieser deutlich sichtbaren Präventionsmaßnahme sollen ebenfalls Hinweisschilder im Areal angebracht werden. Bedenken hinsichtlich des Datenschutz seien bereits im Vorfeld mit den zuständigen Stellen abgeklärt worden, so Thomas Bugl. 

Das Gremium sprach sich ohne Gegenstimme für die Installation aus, die abschließende Entscheidung trifft dann der Stadtrat in der kommenden Woche.

Einzelhandel, Schulsanierungen und verkaufsoffene Sonntage

Zusätzlich zu den Sicherheitsmaßnahmen im Hofbräukomplex diskutierte das Gremium um Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer noch zahlreiche, weitere Tagesordnungspunkte. Im Fokus unter anderem auch der Einzelhandel in der Stadt. In einem neuen Gutachten, dem sogenannten Einzelhandelsentwicklungskonzept, sollen Ideen und Leitfäden erarbeitet werden, wie der Handel sich künftig gegen denimmer weiter steigenden Druck der Konkurrenz im Umland und dem Geschäft im Internet durchsetzen kann. Bereits seit dem Jahr 2000 seien dazu erste Konzepte entstanden, so Pressesprecher Thomas Bugl. Aktuell würden diese Ansätze fortgeschrieben. Kostenpunkt: Rund 60.000 Euro.

Weiter informierte die Rosenheimer Stadtverwaltung über den Fortschritt der Planungs-, Sanierungs- und Bauarbeiten an den Rosenheimer Schulen und Stadt-eigenen Gebäuden. Neben einemrollstuhlgerechten Zugang für die Städtische Realschule für Mädchen, der Erweiterung der Johann-Rieder-Realschule auf 35 Klassen und Generalsanierung bzw. Erweiterung des Karolinengymnasiums, wurden auch die der Teil-Umbau des Hans-Schuster-Hauses und die Sanierung des Dachgeschosses im Rathaus an der Königstraße thematisiert.

Mit sieben zu vier Stimmen sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss am Ende noch für die Abschaffung des verkaufsoffenen Sonntags im Rahmen des Rosenheimer Herbstfests aus. Stattdessen soll künftig der sogenannte "Totensonntag", der Sonntag vor dem 1. Advent, für die Öffnung der Geschäfte eingeführt werden.

Auch diese Entscheidung trifft aber dann erst der Stadtrat abschließend, der in der kommenden Woche, am Mittwoch den 27. Juli zusammenkommen wird.

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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