„Total ausgetickt“ bei Vorfall an Rosenheimer Bahnhof

Streit eskaliert, Kolbermoorer (32) schwer verletzt: Was ist auf dem Pendlerparkplatz passiert?

Streit Pendlerparkplatz Klepperstraße Bahnhof Rosenheim
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Auf dem Pendlerparkplatz in der Klepperstraße hinter dem Bahnhof kam es zu einem folgenschweren Streit zwischen den Fahrern dieser beiden Autos.

Was ist am Dienstagabend (13. April) auf dem Pendlerparkplatz hinter dem Rosenheimer Bahnhof in der Klepperstraße passiert? Das versucht nun die Polizei zu klären. Es geht dabei wohl um einen eskalierten Streit um einen Parkplatz, der mit einem Schwerverletzten endete.

Rosenheim - Gegen 20 Uhr war die Polizei vom mutmaßlichen Opfer, einem 32-jährigen Mann aus Kolbermoor, alarmiert worden. Wie die Polizei inzwischen mitgeteilt hat, war es zuvor wohl zu einer „Auseinandersetzung“ gekommen, da ein 41-jähriger Rosenheimer seinen BMW so nahe am blauen Skoda des Kolbermoorers geparkt hatte, dass dieser nur erschwert hätte einsteigen können. Als die beiden Männer dann zufällig zeitgleich auf dem Parkplatz aufeinander trafen, soll der 32-Jährige den 41-Jährigen zur Rede gestellt haben. Anschließend soll der BMW-Fahrer den Skoda-Fahrer geschubst und geschlagen haben.

Der Kolbermoorer schilderte gegenüber rosenheim24.de die schlimmen Szenen sogar noch dramatischer: „Wir sind zufällig gleichzeitig ans Auto gegangen. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass er mich nicht so zuparken soll. Darauf hin hat er gemeint, dass kein Parkplatz mehr frei gewesen sei. Dann habe ich ihm gesagt, er hätte weiter hinten parken können. Daraufhin ist er total ausgetickt, ist auf mich zugestürmt und hat so auf mich eingeprügelt, dass ich zu Boden fiel. Durch seine Schläge bin ich so blöd gestürzt, dass ich mir das linke Sprunggelenk gebrochen habe.“

Opfer: „Schrecklich und es schmerzt fürchterlich...“

Belegen konnte der Kolbermoorer seine Vorwürfe durch einen Befund aus der Notaufnahme des RoMed-Klinikums, der rosenheim24.de vorliegt. Dort wurde der 32-Jährige noch am Dienstagabend geröntgt. Dabei wurde unter anderem eine Fibulafraktur im linken Bein diagnostiziert. „Echt schrecklich und es schmerzt fürchterlich. Und jetzt das Schlimmste: Ich muss operiert werden“, so der 32-Jährige gegenüber rosenheim24.de. Dem Verletzten war es zur Tatzeit noch gelungen, ein Foto von der Park-Situation zu machen. Zudem konnte er auch den mutmaßlichen Täter fotografieren. Der Verletzte konnte es dennoch kaum fassen, was geschehen war: „Sowas ist mir noch nie passiert, ich bin echt so erschüttert, dass es solche Leute gibt.

Gegen den 41-jährigen Rosenheimer wurde nach Polizeiangaben inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Allerdings schilderte dieser den Vorfall laut Polizei anders: Er behauptet, der Kolbermoorer sei beim Zurückgehen ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Was genau passiert ist, versucht nun die Polizei zu klären. Etwaige Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08031 / 200-2200 bei der Rosenheimer Inspektion oder jeden anderen Polizeidienststelle zu melden.

mw

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