Studenten vermitteln interkulturelle Kompetenzen

…und jetzt noch die „Anleitung zum Fremdgehen“!

Studenten der Universität in Passau vermitteln interkulturelle Kompetenzen - Wie der Umgang mit Neuem richtig klappt
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Studenten der Universität in Passau vermitteln interkulturelle Kompetenzen - Wie der Umgang mit Neuem richtig klappt

Rosenheim - In speziellen Workshops vermitteln Studenten der Universität Passau Schülerinnen und Schülern der Rosenheimer Berufsschule I Ideen, wie es im Umgang mit Neuem richtig klappt:

Am Anfang stand nur die Idee im Raum, Schülern der Staatlichen Berufsschule I aus der Gastronomie die Möglichkeit zu geben, im europäischen Ausland deren Berufsausbildung kennen zu lernen und sich fachlich und persönlich zu entwickeln.

Der Idee folgte ein Projekt aus dem EU Programm Erasmus+ und nun entstanden neue Partnerschaften mit zwei Berufsschulen: eine in Figline Valdarno (Italien), die andere in Stockholm (Schweden). Die Berufsschule plant für Auszubildende der Gastronomie und Konditorei weitere Austauschbesuche in beiden Ländern und freut sich auf den Gegenbesuch.

In kleinen Projektgruppen lernen die Schüler der Berufsschule alles, worauf man im Ausland achten muss

Hier genau setzt nun der für Berufsschulen entwickelte Parcours der interkulturellen Kompetenzen mit dem provokanten Titel „Anleitung zum Fremdgehen“ an. Studenten der Universität Passau führen ehrenamtlich mit verschiedenen Klassen interaktive Workshops durch. Die Schüler sollen letztlich Lust auf Fremdes bekommen, werden im Umgang mit Fremdem sensibilisiert und lernen Vorurteile wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen.

Doch wie macht man das, ohne zu langweilen? Die Studenten, allesamt Anfang 20, finden genau den richtigen Ton, aktivieren die Schüler und holen sie bei ihren Empfindungen ab. Es wird viel gelacht, aber auch nachdenklich diskutiert – vielen Schülerinnen und Schülern sieht man den „Aha-Effekt“ direkt an.

Kleine, aber feine Unterschiede - im Ausland auch gerne auf dem Teller

Die Schüler erkennen während der fünf Stationen unter anderem, dass Neues und zunächst Fremdes viele Chancen ermöglicht, die jeder nur nutzen kann, wenn er sich auf das zunächst Unbekannte einlässt.

Was ist typisch deutsch? – Da fangen wir doch mal bei unseren Früchten an. Der Apfel? Die Kartoffel? Keineswegs – typisch deutsch, und damit „schon immer so gewesen“, das ist lediglich die kleine aromatische Walderdbeere. Alle anderen hier üblichen Obst- und Gemüsesorten sind zwar in der Zwischenzeit heimisch, um nicht zu schreiben integriert, aber haben ihren Ursprung in anderen Kontinenten. Unser Speisezettel wäre um vieles ärmer, hätten sich unsere Vorfahren nicht auf Neues/Fremdes eingelassen.

Interkulturelle Kompetenzen müssen wachsen, der Workshop hat sensibilisiert und in den Schülern Spuren hinterlassen. Das gemeinsame friedliche Europa ist das Ziel, an dem die Jugend weiterarbeitet. Die Austauschbesuche in Stockholm und Figline Valdarno können kommen!

 

Pressemeldung Staatliche Berufsschule Rosenheim

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