Stadtrat auf der Suche nach Parkplätzen

Wo sollen Touristen ihre Wohnmobile parken? 

Im blauen Bereich an der City-Golf-Anlage könnte sich die Stadtverwaltung Parkplätze für Wohnmobile vorstellen.
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Im blauen Bereich an der City-Golf-Anlage könnte sich die Stadtverwaltung Parkplätze für Wohnmobile vorstellen.

Rosenheim - Am Kajakclub in der Kastenau, am Happinger Ausee - oder am Floriansee? So richtig kommen die Stadträte bei der Standort-Suche nicht voran. 

Auch der neue Vorschlag der Verwaltung konnte die Stadträte im Umweltausschuss am Mittwochabend nicht wirklich überzeugen. Dabei ist der Bedarf an Stellplätzen vorhanden, erinnerte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Die Stadtverwaltung hatte zunächst den Vorschlag der SPD-Stadträtin Elisabeth Jordan geprüft, sechs bis acht Wohnmobil-Stellplätze am Kajakclub in der Kastenau zur Verfügung zu stellen. Allerdings gibt es da Probleme: Der Standort liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, ist nicht hochwasserfrei und über das Gelände führt auch noch eine Hochspannungs-Freileitung. 

Wohnmobile am Happinger-Ausee?

Stattdessen schlug die Verwaltung nun den Standort Happinger-Au-Straße auf Höhe des nördlichen Endes der City-Golf-Anlage vor. Die Nähe zu den Badeseen sei attraktiv für Urlauber. Ein weiterer Vorteil: 2017 werden die Druckleitungen im Straßenverlauf sowieso neu geplant, so seien sogar Wasser- und Abwasseranschlüsse leicht zu legen. 

Nun aber der Knackpunkt: Anders als die Verwaltung bezweifeln viele Stadträte, dass die Wohnmobil-Touristen dann so einfach mit ihren Fahrrädern in die Innenstadt fahren werden. 

"Der Platz hat wenig Charme"

"Aus Tourismus-Perspektive hätten wir keinen Nutzen von diesem Standort. Er wird nicht angenommen werden, weil die Innenstadt zu weit weg ist", prophezeite Stadtrat Franz Opperer (Grüne). Er argumentierte auch mit dem Thema Sicherheit: "Wohnmobilfahrer wollen in der Nähe von Zivilisation sein."

So sieht das auch Markus Dick (SPD): "Der Platz hat wenig Charme. Außerdem kann man an dieser Durchgangsstraße nicht ruhig nächtigen. Wissen Sie, was da im Sommer los ist?" 

"Aber da standen bereits Wohnmobile", versuchte der Leiter des Umweltamtes, Ralf Seeburger, für den Vorschlag zu werben. 

Während Ulrike Plankl (CSU) sich aufgeschlossener zeigte ("Irgendeinen Haken hat doch jeder Standort"), brachte Elisabeth Jordan gleich den nächsten Vorschlag: Der Floriansee. 

Ernüchtert vertagte daraufhin OB Bauer das Thema. Die Verwaltung solle sich erneut Gedanken machen. Auf einen weiteren Anlauf! 

mg

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