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Stadt Rosenheim

SUR stellt Forderungen für Zukunft des ÖPNV auf: Infrastruktur muss mit Bevölkerungswachstum Schritt halten

Rosenheim - Zur Stärkung des ÖPNV in der Region haben die Stadt-Umland-Rosenheim-Kommunen Forderungen aufgestellt.

Die Meldung im Wortlaut

Tarifeinheit, gute Vertaktungen mit dem Schienen-Personen-Nahverkehr und Echtzeit-Fahrgastinformationen, auch in den Regionalzügen: Diesen Anforderungen von Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo an einen attraktiven und qualitativ hochwertigen ÖPNV schlossen sich die Bürgermeister der dreizehn Gemeinden im Stadt-Umland-Verbund Rosenheim (SUR) bei ihrer letzten Sitzung im Rathaus von Großkarolinenfeld einmütig an. „Die Region Rosenheim wird weiter wachsen. Die verkehrliche Infrastruktur gerät dabei aber zunehmend an ihre Grenzen. Deshalb kann ein attraktiver ÖPNV gerade innerhalb des dicht besiedelten Bereichs der SUR-Gemeinden ein wichtiger Beitrag sein, die Verkehrsströme im Verdichtungsraum Rosenheim zu entzerren“, so Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März. 

Thema der Sitzung, an der auch RoVG-Geschäftsführer Oliver Kirchner teilnahm, war auch die Zukunft des Nachtexpress, speziell im Bereich der Mangfalltal-Gemeinden: Laut Kirchner erscheint ein Betrieb in Zeiten von Corona derzeit als zu unsicher. Hinzu kommen schon jetzt erhebliche Personalprobleme bei den ÖPNV-Unternehmen in Stadt und Landkreis. 

Diskutiert wurde auch über einen möglichen Beitritt von Stadt und Landkreis zum Münchener Verkehrs-Verbund (MVV) sowie zu On-Demand-Verkehren wie dem Modell ROSI. Zentral sei dabei, so Kirchner, bestehende Linienverkehre nicht durch On-Demand-Verkehre zu ersetzen. Die Bürger müssten zudem berücksichtigen, dass es bei On-Demand-Verkehren zu Wartezeiten kommen könne. 

Einig waren sich die Bürgermeister, dass die Ganztagesbetreuung von Grundschülern jetzt angegangen werden müsse, auch wenn ein entsprechender Rechtsanspruch erst ab 2026 gilt. Die Bürgermeister zeigten sich zudem besorgt über den eklatanten Mangel an Betreuungspersonal im Bereich von Kindertagesstätten und Horten. Es stelle sich die Frage, ob die hohen Betreuungsstandards auf Dauer aufrechterhalten werden könnten. 

Die SUR-Bürgermeister beschäftigen sich auch mit der geplanten Radwegeverbindung von Stephanskirchen nach Feldkirchen-Westerham. Nachdem eine Förderung als Radschnellweg vom Bundesverkehrsministerium abgelehnt worden sei, soll das Projekt mit den Ausbaustandards einer sog. Radvorrangroute weitergeplant werden. Auf Vorschlag von Bürgermeister Kloo, Kolbermoor, wird die SUR eine Fachexkursion mit dem AGFK Bayern nach Frankfurt zur Begutachtung von Radschnellwegen bzw. Radvorrangrouten durchführen.

Darüber hinaus berichteten einige Bürgermeister über die Umstellung ihrer Dienstfahrzeug-Flotten auf E-Car-Sharing-Modelle, wobei die Fahrzeuge außerhalb der üblichen Nutzungszeiten durch die Verwaltungen auch privaten Interessenten gegen entsprechende Leihgebühren zur Verfügung gestellt werden könnten.

Oberbürgermeister März hob die Bedeutung der SUR für die raumordnerische Entwicklung des gesamten Raums Rosenheims hervor: „ Bis 2040 wird die SUR von derzeit 170.000 Einwohnern auf rund 190.000 Einwohner anwachsen. Dieser Einwohnerzuwachs entspricht der derzeitigen Größe von Städten wie Kolbermoor oder Bad Aibling. Es ist notwendig, sich mit den Auswirkungen einer solchen Entwicklung auf alle Infrastrukturen – von den Verkehrsverbindungen über Kindergärten, Horte und Schulen bis hin zu Altenheimen und Pflegeeinrichtungen vorsorgend zu beschäftigen. Diese Entwicklung über alle Bereiche der Raumordnung hinweg zielgerichtet zu steuern, wird für jede SUR-Gemeinde und den gesamten Raum der SUR eine entscheidende Voraussetzung, um die Lebensqualität in der ganzen Region Rosenheim nachhaltig zu sichern.“

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rubriklistenbild: © pixabay

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