Täglich neue Corona-Fälle an Schulen

7-Tage-Inzidenz über 200: Gehen die Schulen in der Stadt Rosenheim in Wechselunterricht?

Maske im Schulunterricht
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Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 müssen Schulen auf Wechselunterricht umstellen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden.

Rosenheim - Immer öfter stellen sich Eltern die Frage, warum trotz anhaltend hoher Werte der 7-Tage-Inzidenz (Stand 3. Dezember) und unzähliger Corona-Fälle an den Schulen in der Region nicht überall auf Wechsel- oder Distanzunterricht umgestellt wird. Vor allem Eltern, welche selbst oder deren Kinder der Risikogruppe angehören, sind oft besorgt über eine mögliche Ansteckung während der Schulzeit.

Im Gespräch mit rosenheim24.de bestätigte Edgar Müller, Schulamtsdirektor für Stadt und Landkreis Rosenheim, dass die Maßnahmen zur Umsetzung für den Wechselunterricht auch in der Stadt Rosenheim umgesetzt werden, welche derzeit mit einem Inzidenzwert von 278,5 (Stand: 3. Dezember, 0 Uhr) deutlich über der Grenze liegt. Die Schulen geben dabei unabhängig voneinander selbst bekannt, ob zukünftig im Wechselunterricht gearbeitet wird.

Gesetzesvorgaben zum Wechselunterricht

Das Gesetz sieht die Vorgaben zum Wechselunterricht wie folgt vor: Mit Inkrafttreten der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (9. BayIfSM; BayMBl Nr. 683) ist nach § 25 Satz 1 Nr. 2 der 9. BayIfSMV ab einer 7-Tage-Inzidenz größer 200 an allen Schulen nach § 18 Abs. 1 Satz 1 der 9. BayIfSMV mit Ausnahme der Schulen zur sonderpädagogischen Förderung sowie der Abschlussklassen ab der Jahrgangsstufe acht durch geeignete Maßnahmen wie insbesondere durch Wechselunterricht sicherzustellen, dass auch im Unterricht zwischen allen Schülern und Lehrkräften ein Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann.

Da jedoch die Umstellung auf Wechselunterricht bestimmter Vorbereitungsmaßnahmen bedarf, gilt nach Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege folgendes Verfahren:

Wird eine 7-Tage-Inzidenz von 200 in einem Landkreis überschritten, macht die zuständige Kreisverwaltungsbehörde die Überschreitung des Inzidenzwerts und die damit verbundene Regelung unverzüglich bekannt, wodurch auch das Staatliche Schulamt informiert wird. Das Staatliche Schulamt informiert daraufhin umgehend die Schulen im Schulamtsbezirk und die anderen Schulaufsichtsbehörden. Schulen, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, werden die Wiedereinführung des Wechselunterrichts vorbereiten. Dies beinhaltet folgende Vorkehrungen:

  • Information betroffener Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigten
  • Einteilung der Schülerinnen und Schüler nach Gruppen
  • Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit Schülerleihgeräten und entsprechenden Büchern
  • Information der Lehrkräfte zur Umsetzung der bereits bestehenden Konzepte zur Umstellung auf Distanzunterricht im Wechselmodell

Die Umstellung auf Wechselunterricht ist in der Regel ab dem zweiten Tag nach der Meldung der Kreisverwaltungsbehörde möglich. Dies bedeutet beispielsweise, dass bei Meldung der Kreisverwaltungsbehörde am Mittwoch, der Wechselunterricht dann ab Freitag starten könnte.

Aufhebung durch das Gesundheitsamt

Die Aufhebung des Wechselunterrichtes wird anschließend vom Gesundheitsamt vorgenommen. Wie Edgar Müller bestätigte, könne die Behörde den Wechselunterricht einstellen, sobald der Wert der 7-Tage-Inzidenz sieben Tage lang unter 200 bleibe und eine weiter fallende Tendenz erkennbar sei.

aic

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