1000 Rosenheimer durch Straßenlärm belastet

Rosenheim - Einen Straßenverkehrslärm von durchschnittlich mehr als 65 Dezibel müssen rund 1000 Rosenheimer ertragen – mit negativen Folgen für die Gesundheit.

Nach aktuellsten Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt, sind in Rosenheim rund 1.000 Bürger den gesamten Tag über und auch nachts einem Lärm von durchschnittlich über 65 Dezibel ausgesetzt. Nachts müssen sich ebenfalls 1.000 Bürger eine Geräuschkulisse von über 55 Dezibel gefallen lassen. Sie alle leben an Hauptverkehrsstraßen mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke von mehr als 8.200 Kraftfahrzeugen und sind somit einem erhöhten Straßenlärm ausgesetzt. 

„Die Gewissheit, dass Lärm krank macht, beweisen eine Reihe von Studien in den letzten Jahren“, betont Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK classic. Laut einer Umfrage des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2012 fühlen sich 54 Prozent der deutschen Bevölkerung vom Straßenverkehrslärm gestört, also jeder Zweite. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besagt sogar, dass Verkehrslärm nach Luftverschmutzung das zweitgrößte Gesundheitsrisiko darstellt. 

Steigt beispielsweise der nächtliche Schallpegel (Nachtlärmindex –Lnight) auf mehr als 55 Dezibel oder beträgt er über den gesamten Tag hinweg und nachts (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex – Lden) mehr als 65 Dezibel, erhöht sich Untersuchungen zufolge das Risiko für Herzinfarkt um 20 Prozent. Parallel dazu verstärkt sich die Neigung zu Bluthochdruck. Außerdem leiden viele Lärmgeplagte unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwäche

Wer an einer vielbefahrenen Straße wohnt, sollte das Schlafzimmerfenster nachts geschlossen halten. Außerdem vermindern Teppiche, lange Vorhänge und Decken den Schallpegel im Raum. Beim Musikhören, auf die Lautstärke achten: „Bei vielen jungen Menschen ist der MP3-Player ein ständiger Begleiter. Dessen Lautstärke liegt durchschnittlich schon bei 95 Dezibel, deshalb sollte er nicht voll aufgedreht werden“, so Neumeier. Ansonsten gilt: Daheim einfach mal alle Lärmquellen wie Fernseher, Spielkonsolen oder Radio abschalten und den Ohren eine Auszeit gönnen. Denn Ruhe ist in unserer heutigen Zeit ein kostbares Gut.

Zur IKK classic: Die IKK classic ist mit rund 3,6 Millionen Versicherten die sechstgrößte deutsche Krankenkasse und das führende Unternehmen der handwerklichen Krankenversicherung. Die Kasse mit Hauptsitz in Dresden ist mit rund 7.000 Beschäftigten an bundesweit mehr als 300 Standorten tätig. Ihr Haushaltsvolumen beträgt rund 9,5 Milliarden Euro.

Pressemeldung IKK classic

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