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Unterschriften-Sammelaktion der AfD am Pranger

Die Partei "Alternative für Deutschland" braucht Unterschriften für die Bundestagswahlen.
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Die Partei "Alternative für Deutschland" braucht Unterschriften für die Bundestagswahlen.

Rosenheim/Traunstein – Ein Rosenheimer klagt die Partei „Alternative für Deutschland“ an. Der Traunsteiner Direktkandidat versucht das Missverständnis aufzuklären:

Drei Euro für eine Unterschrift. Dies verspricht die Traunsteiner Partei der „Alternative für Deutschland“ aktuell Unterschriftensammlern. Diese Methode prangert allerdings ein ehemaliges Mitglied aus Rosenheim an.

Warum die Unterschriften benötigt werden:

Ganz uneigennützig ist diese Aktion nicht: Mit jeder Unterschrift wird der „Alternative für Deutschland“ geholfen an den Bundestagswahlen im Herbst dieses Jahres teilzunehmen. Für den Bundestagswahlkreis Traunstein würden, einem Schreiben des örtlichen Direktkandidaten nach, noch Unterschriften fehlen. Diese sollen nun Unterschriftensammler bringen.

Konkret heißt es in dem Schreiben: „Im Bundestagswahlkreis Traunstein werden dringend und kurzfristig noch Unterstützerunterschriften benötigt! Ich bitte Sie deshalb herzlich um Ihre Hilfe, die ich Ihnen mit einem Barbetrag von 3 Euro pro korrekt abgelieferter Unterstützerunterschrift vergüte (maximal 100 Stück).“

"Das geht mir als Demokrat gegen den Strich"

Damit nicht einverstanden zeigt sich nun ein 78-Jähriger aus Rosenheim: „Das geht mir als Demokrat total gegen den Strich!“ Der Mann, der früher als Dozent für Politische Bildung gearbeitet hat, befürchtet, dass auf diese Art und Weise Unterschriften erschlichen werden. Deshalb sei er auch sofort aus der Partei ausgetreten.

Vergütung für den Zeitaufwand:

Der Direktkandidat der „Alternative für Deutschland“ in Traunstein versucht nun das Missverständnis aufzuklären. „Wir haben die Unterschriftensammlung nicht beworben“, erklärt er. Der Aufruf zur Sammelaktion sei auf die Homepage der Partei gestellt worden und damit nur an Parteiunterstützer gegangen. Dass die Sammelaktion vergütet wird, basiere auf einer freiwilligen Leistung der Partei. So soll den Sammlern wenigstens der Zeitaufwand vergütet werden. „Es geht nicht darum auf Gedeih und Verderben Unterschriften zu bekommen“, so der Direktkandidat abschließend.

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