Umfrage zu Coronavirus in der Innenstadt

"Alles nur Panikmache" - Das denken die Rosenheimer

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Rosenheim - Haben die Rosenheimer wirklich Angst vor dem Coronavirus? Oder sehen sie alles nur als Panikmache? rosenheim24.de hat sich in der Innenstadt umgehört.

Die Straßen der Rosenheimer Innenstadt wirken an diesem Mittwochvormittag nicht weniger belebt als sonst. Die Menschen scheinen sich nicht zurückzuziehen, sie schlendern sogar gemütlich durch die Fußgängerzone und tätigen ihre Einkäufe. Auch von Mundschutzen ist weit und breit nichts zu sehen. Lässt das Virus die Leute wirklich so kalt? Oder waren die ängstlichen Bürger gerade nur mit Hamsterkäufen beschäftigt? rosenheim24.de hat nachgefragt.

"Das ist doch alles nur Panikmache", findet ein 55-jähriger Rosenheimer, "weil das alles nur von den Medien hochgehypt wird und die Leute völlig in Panik verfallen, mit Hamsterkäufen und so weiter".

Der Großteil der Passanten, mit denen wir sprachen, ist seiner Meinung: Das Virus wäre gar nicht so schlimm wie viele denken. "Es ist nichts anderes als eine Grippe, die es bei uns schon lange gibt", so eine 48-jährige Frau aus Kolbermoor. "Ich kann aber verstehen wenn alte Leute, deren Immunsystem nicht mehr so stark ist, Angst haben."

Laut einer Umfrage der ARD bei der im März 2020 über 1000 Menschen befragt wurden, bezeichnen 39 Prozent der Menschen ihre Angst vor dem COVID-19-Virus als "klein". Gerade mal sechs Prozent haben "sehr große" Angst vor dem Virus.

Unter den wenigen ängstlichen Passanten, die wir antrafen, war auch eine 42-jährige Rosenheimerin. "Ich hatte eigentlich keine Angst, aber die anderen Leute versetzen mich in Panik. Ich hab das Gefühl ich muss jetzt auch hamstern, weil sonst nichts mehr für meine Familie übrig bleibt."

Am Ende des Tages scheinen die meisten Rosenheimer die Lage doch relativ entspannt zu sehen. Hoffentlich bleibt den Bürgern ihr Optimismus erhalten.

Johanna Pichler/Hannah Kerscher

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