Neues Hochhaus im Rosenheimer Zentrum geplant

Bauer: "Der Bahnhofstraße ein tolles Profil geben"

Rosenheim - Das Hochhaus der Volksbank Raiffeisenbank in der Bahnhofstraße ist bereits etwas in die Jahre gekommen. Jetzt soll es abgerissen werden und an gleicher Stelle ein moderner Neubau entstehen:

"Besonders der Mix aus älteren und neuen Gebäuden im Bereich würde mir dann sehr gut gefallen. Und auch, dass dort dann hochwertiges Wohnen möglich sein wird, ist sehr positiv", bemerkte Herbert Borrmann, Sprecher der CSU, zum geplanten Bauvorhaben der Volksbank Raiffeisenbank in der Rosenheimer Bahnhofstraße. In seiner vergangen Sitzung beriet der Bauausschuss im Rathaus über eine Änderung des Bebauungsplans und einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan in einem Parallelverfahren, das das Gesicht der Zufahrt zum Bahnhof grundlegend verändern könnte.

Bauer: "Große, notwendige Veränderung im Geltungsbereich"

Das alte VR-Bank-Gebäude (rot markiert) soll abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden

Der Vorentwurf sieht vor, dass die alten Gebäude in der Bahnhofstraße 5 und 5a komplett abgerissen werden sollen. Von den so insgesamt frei werdenden 2.500 Quadratmetern Fläche sollen im Anschluss wieder 1.800 Quadratmeter bebaut werden. Im Untergeschoß des Neubaus soll eine Tiefgarage mit automatischem Leitsystem Platz finden. Im Erdgeschoß sowie dem 1. Obergeschoß findet dann der Handel Platz. Die Etage darüber soll für den Dienstleistungssektor, Büroflächen oder auch Arztpraxen zur Verfügung stehen.

So könnte der Bau an der Bahnhofstraße künftig aussehen

Die Stockwerke 3 bis 5 sind schließlich für rund 15 Wohnungen vorgesehen. In ersten Visualisierung ist zu erkennen, dass die Fassade in diesen Stockwerken geschwungen und weg von der Straße, nach hinten versetzt ist. Das Ergebnis: Mit einer Länge von 45 Metern an der Bahnhofstraße soll der Neubau nur noch 22,5 Meter hoch und somit rund 4 Meter niedriger als der Bestandsbau sein. Gesamtgeschoßfläche somit rund 7.400 Quadratmeter.

"Insgesamt 79 Parkplätze können auf dem Grundstück selbst untergebracht werden", ergänzte Amtsleiter Robin Nolasco. 49 weitere Stellflächen könnten an anderem Ort nachgewiesen werden. Für die restlichen 37 Plätze, die laut Stellplatzsatzung der Stadt für ein Gebäude dieser Größe nötig seien, schlug Nolasco den Weg der Ablöse vor.

Reaktionen aus dem Bauausschuss

So könnte der Bau an der Bahnhofstraße künftig aussehen

"Der Bahnhofstraße ein tolles Profil geben. Damit wird hier begonnen", lobte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer das Vorhaben der VR-Bank. Auch Dr. Beate Burkl von den Freien Wählern bezeichnete die Planung als "sehr phantasievoll". Für Andreas Lakowski von der SPD sei die "wellenförmige Formgebung zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch gelungen". Peter Weigel von den Grünen einzig mahnte, dass der Bau direkt an der Bahnhofstraße doch sehr massiv wirke, für die oberen Stockwerke regte er eine weitere Versetzung nach hinten an.

Der Bauausschuss verabschiedete die beiden Tagesordnungspunkte zum geplanten Neubau der VR-Gebäudes am Ende dennoch einstimmig. Als nächstes wird sich dann der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 25. Oktober mit dem "neuen Gesicht" im Stadtzentrum beschäftigen.   

Rubriklistenbild: © Schleburg Generalplanung

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