Sozialreport:

Zahl der Hilfeempfänger in der Stadt rückläufig

Rosenheim - Weniger Empfänger von Sozialleistungen, dafür höhere Transfers: Auf diesen Nenner lassen sich die Zahlen des Sozialreports der Stadt zum Datenstand Juni 2013 bringen.

Erhielten zur Jahresmitte 2012 noch 6.692 Einwohner der Stadt Sozialleistungen, waren es ein Jahr später nur noch 6.358 Personen oder 10,5 Prozent der Bevölkerung. Im Vorjahresvergleich hat die Zahl der Leistungsempfänger im Stadtgebiet damit um 5 Prozent abgenommen.

Die Zahl ausländischer Einwohner wächst, deutsche Einwohner werden weniger

Gestiegen sind allerdings die ausgeschütteten Brutto-Transferleistungen: Wurden 2012 noch 12,5 Millionen Euro an die Hilfeempfänger ausgereicht, stieg dieser Betrag ein Jahr später um 2,5 Prozent auf 12,8 Millionen Euro an. Der Netto-Aufwand der Stadt für Transferleistungen erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 3,26 Mio. EUR um 3,1 Prozent auf 3,36 Millionen Euro. „Erfreulich ist vor allem der Rückgang bei der Zahl der Hilfeempfänger. Das zeigt, dass die gute wirtschaftliche Situation in der Region auch dazu beiträgt, die soziale Lage benachteiligter Menschen zu verbessern“, zeigte sich Sozialdezernent Michael Keneder mit der aktuellen Entwicklungstendenz zufrieden.

Ein eigenes Kapitel widmet der Sozialreport der Zuwanderung bulgarischer und rumänischer Staatsbürger. Noch vor Gewährung der vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU zum Jahresbeginn 2014 stieg die Einwohnerzahl Rosenheims aus diesen beiden EU-Staaten bereits deutlich von 811 (Juli 2012) auf 1.218 Personen (Februar 2014) an. Das entspricht einem Zuwachs von 407 Personen bzw. 50,2 Prozent. Insgesamt nahm die Zahl ausländischer Einwohner in Rosenheim in diesem Zeitraum von 9.878 Personen um 872 bzw. 8,8 Prozent auf 10.750 Personen zu. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Anzahl der deutschen Mitbürger in Rosenheim von 50.242 Personen um 129 bzw. 0,3 Prozent auf 50.113 Personen. Der Ausländeranteil an der Rosenheimer Gesamtbevölkerung erhöhte sich im genannten Zeitraum von 16,4 Prozent auf 17,7 Prozent.

Zahl der sozialversicherten Beschäftigten steigt an

Rd. 28 Prozent der bulgarischen und rumänischen Einwohner Rosenheims sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 5,1 Prozent sind arbeitslos gemeldet. 12,2 Prozent beziehen Transferleistungen. Für die ausländische Bevölkerung in Rosenheim insgesamt ergeben sich folgende Zahlen: 32,7 Prozent aller ausländischen Einwohner Rosenheims sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 5,4 Prozent sind arbeitslos, 11,1 Prozent beziehen Transferleistungen. „Beim Anteil der Arbeitslosen und beim Anteil der Empfänger von Transferleistungen unterschieden sich damit bulgarische und rumänische Zuwanderer kaum von der ausländischen Wohnbevölkerung in Rosenheim insgesamt.

Lediglich der Beschäftigtenanteil liegt bei Rumänen und Bulgaren rd. fünf Prozentpunkte niedriger als bei der ausländischen Wohnbevölkerung in der Stadt. Das mag darauf zurückzuführen sein, dass die Zuwanderer aus diesen beiden Ländern einige Zeit brauchen, bis sie auf dem regionalen Arbeitsmarkt Fuß fassen“, so die Einschätzung des städtischen Sozialamts-Leiters Christian Meixner. Nach seiner Einschätzung ein besonders erfreuliches Indiz für die wirtschaftliche Stärke der Stadt ist die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: Ihre Zahl ist von Juni 2006 bis Juni 2013 von 28.590 Personen um 2.547 bzw. fast 9 Prozent auf 31.137 Beschäftigte angestiegen. „Das sind gute Voraussetzungen, um die Zuwanderer auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Meixner.

Der aktuelle Sozialreport der Stadt Rosenheim ist ab Mitte Oktober 2014 auf der städtischen Internetseite unter www.rosenheim.de verfügbar.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

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