Filmvorführung: "Sieben Witwen" im Z

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Filmplakat "Sieben Witwen"

Rosenheim - Im Juli wird im Rosenheimer Z der halbdokumentarische Antikriegsfilm "Sieben Witwen" vorgeführt. Bei der Filmvorführung sind die Autorin und der Filmkomponist anwesend.

„Sieben Witwen“ ist ein Film gegen den Krieg in Afghanistan, ein politisches Drama über den Tod eines Soldaten, erzählt aus der Sicht der jungen Witwe und der Mutter des Soldaten.

Kurzinfos zum Film:

Regie, Kamera, Schnitt: Finn Herzog
Autorin: Christa Weber
Musik: Christof Herzog
Genre: Langer Kurzfilm, Drama, 45 Minuten

Der 2011 auf DOKUPOOL3 veröffentlichte Film basiert auf Erzählungen von Witwen der ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten des Attentats in Kabul im Juni 2003. Lea ist schwanger mit ihrem zweiten Kind. Beide sind in Vorfreude auf die Rückkehr von Robert, der in Afghanistan dient. Doch Robert, der als Bundeswehrsoldat im ISAF-Einsatz in Afghanistan eingesetzt ist, fällt einem Selbstmordattentat im Kabul zum Opfer.

Der Tod weckt in Lea Schuldgefühle. Sie glaubt, ihren Mann in den Tod getrieben zu haben. Sie beginnt Nachforschungen über die Auslandseinsätze anzustellen. Dabei stösst sie auf Meldungen von Massakern. Fragen nach dem Warum des Einsatzes stellen sich ihr. Sie will an den Ort, wo das Attentat passiert ist. Ihre Schwiegermutter versucht vergeblich, sie von der Reise abzuhalten.

Die Filmvorführung beginnt am 09. Juli um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.z-rosenheim.net

Hintergrundinfos zu Autorin Christa Weber und Filmkomponist Christof Herzog

Christa Weber besuchte die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg, war als Schauspielerin u. a. am Thalia-Theater Hamburg, am Zürcher Schauspielhaus und am Theater der Jugend München / Münchner Kammerspiele tätig. Sie schreibt Geschichten und Hörspiele für den SWR und Radio Bremen, Libretti, Theaterstücke, Erzählungen, Kantaten- und Chansontexte.

Zusammen mit Christof Herzog gründete sie in München das Weber-Herzog-Musiktheater, das an vielen Freien Theatern in München und Berlin zahlreiche Uraufführungen von Kurz- und Kammeropern, Musiktheater a cappella, Chanson-Programmen und Kinderkantaten herausbrachte. Einige ihrer Produktionen wurden später von Stadt- oder Staatstheatern nachgespielt (Oper Dortmund, Oper Kiel, Sächsische Staatsoper / Semper Oper Dresden, Komische Oper Berlin / Universität der Künste Berlin, Theater Biel und Theater Solothurn). Seit 1997 lebt und arbeitet Christa Weber in Berlin.

Christof Herzog ist geboren und aufgewachsen in Lübeck, studierte in Stuttgart Komposition bei Milko Kelemen, erhielt den Förderpreis für junge Komponisten der Stadt Stuttgart und das Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Nach einem längeren Aufenthalt in Zürich ließ er sich in München nieder und entwickelte dort die Form der A-Capella-Oper. In den folgenden Jahren entstanden sechs Kurzopern a-capella.

Er schrieb Orchesterstücke (WDR, Orchester der Hansestadt Lübeck, Brandenburger Symphoniker), 2 große Opern, eine Märchenoperette und zahlreiche Kammeropern (Semper Oper Dresden, Komische Oper Berlin, Oper Kiel, Oper Dortmund, Stadttheater Biel und Solothurn, verschiedene Off-Bühnen in München und Berlin), Chorstücke, Kammermusik (BR, HR, NDR, SDR, SFB und WDR), sowie Lieder und Chansons. 1985 gründete er in München zusammen mit der Schauspielerin/Autorin Christa Weber das Weber-Herzog-Musiktheater.

Die Stückinhalte beziehen Stellung zu aktuellen und grundsätzlichen Fragen des menschlichen Zusammenlebens. Das Künstlerteam produzierte an vielen Off-Bühnen in München und Berlin zahlreiche Uraufführungen von Kurz- und Kammeropern, A-Capella-Opern, Chanson-Programmen, drei Kinderkantaten und eine Reihe Lesung & Kammermusik.

Pressemitteilung Z - Rosenheim

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