Verhandlung gegen betrügerisches Brüderpaar

Zeuge rastet vor Gericht aus: Schreiend Kopf gegen Wand geschlagen

Rosenheim - In der Verhandlung gegen zwei betrügerische Landsleute vor dem Schöffengericht rastete ein Zeuge völlig aus. Er musste ins Inn-Salzach-Klinikum verbracht werden.

"Vor nichts und niemandem" habe er Angst, früher 20 Jahre in Rumänien auf der Straße gelebt. Dennoch weigerte sich ein Rumäne vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Rosenheim seine Aussage gegen ein betrügerisches Brüderpaar aus seinem Heimatland zu machen, wie das Oberbayerische Volksblatt schreibt. Den beiden wird eine lange Liste von Vergehen vorgeworfen,  EC-Karten-Betrug, nicht gedeckte Mobilfunkverträge, Bedrohung, Schlägertrupps und Autoschieberei im großen Stil. "Nur fünf Minuten mit dem Richter" wollte er, zitiert ihn die Zeitung, der wies das ab: "Hier gibt es keine Geheimjustiz!" Doch auch mit der gerichtlichen Zeugenbetreuerin wollte er nicht sprechen. 

Auch auf wiederholte Ermahnungen des Richters hin weigerte er sich, seine Aussage öffentlich vor dem Gericht zu machen. Als der Rumäne, der mit der Schwester der Angeklagten verlobt ist, auch weigerte, dem Gericht Einblick in einen Ordner mit seinen Aufzeichnungen zu geben, wurde dieser kurzerhand beschlagnahmt. Daraufhin drehte der Mann vollkommen durch: Wütend schreiend schlug er mehrfach seinen Kopf gegen die Wand! Da er nicht zu beruhigen war, wurde er in Gewahrsam genommen und ins Inn-Salzach-Klinikum verbracht. Da ein Zeugnisverweigerungsrecht für das Gericht nicht ersichtlich wurde, verhängte der vorsitzende Richter ein Ordnungsgeld über 500 Euro oder ersatzweise ein Tag Ordnungshaft. Der Mann wird seine Aussage nun dennoch machen müssen.

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Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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