Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit

Rosenheimer Baustellen im Fokus des Zoll

Rosenheim - Der Rosenheimer Zoll beteiligte sich erneut an einer bundesweiten Schwerpunktprüfung in der Baubranche. Im Fokus standen vor allem Baustellen, auf denen Betriebe des Gerüstbaus tätig waren:

Im gesamten Südosten Oberbayerns überprüften fast 70 Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit insgesamt 90 Baustellen. Nach ersten vorliegenden Erkenntnissen lagen in 86 Fällen Anhaltspunkte für Gesetzesverstöße vor.

In 15 Fällen wurden möglicherweise Sozialabgaben nicht ordnungsgemäß an die Sozialkassen abgeführt. Zudem ergaben sich bei der Befragung von 22 Arbeitnehmern Hinweise, dass der gesetzliche Mindestlohn unterschritten wurde. Die Palette weiterer Delikte reichte von unerlaubter Ausländerbeschäftigung bis hin zu Leistungsmissbrauch. Aufgrund der Verdachtsmomente werden derzeit noch weitere Prüfungen in den Betrieben durchgeführt.

Sollten sich die Verstöße bestätigen, kommt es zu straf- beziehungsweise bußgeldrechtlichen Maßnahmen. Die von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung besonders betroffenen Branchen bleiben weiterhin im Fokus des Zolls. Solche verdachtslosen Schwerpunktprüfungen sind Präventivmaßnahmen, die einen hohen Prüfungsdruck auf gesetzesuntreue Unternehmen und Arbeitnehmer ausüben.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture all iance / dpa

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