Entlastung für das Landschaftsschutzgebiet - Grüne stellen Antrag

„Situation verschärft sich“: Mit Radl und ÖPNV an Rosenheims Seen, statt mit dem Auto?

Blick auf Floriansee und Happinger Au-See
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Blick auf Floriansee und Happinger Au-See.

Rosenheim - Das Naherholungsgebiet Floriansee, Happinger-Au See und Happinger See ist gerade in den Sommermonaten ein beliebtes Ziel für viele Badegäste. Dementsprechend ist auch das Verkehrsaufkommen dort. Die Rosenheimer Grünen fordern nun ein Verkehrskonzept für diesen Bereich.

Die Stadtratsfraktion der Grünen in Rosenheim und der Vertreter der ÖDP, Stadtrat Horst Halser, wollen, dass für Happing und das Naherholungsgebiet Floriansee, Happinger-Au See und Happinger See ein Verkehrskonzept entwickelt wird. Es soll das Gebiet, das von der Moosbachstraße, der Happinger-Au Straße, der Innaustraße und der Seestraße eingegrenzt wird, umfassen.

Verkehrskonzept des Naherholungsgebietes Floriansee, Happinger-Au See und Happinger See gefordert

Das vorrangige Ziel des Verkehrskonzeptes ist laut Fraktion, das Landschaftsschutzgebietes Innauen Süd vom motorisierten Individualverkehr entlasten. Dazu ergänzend soll ein Parkraumplan erstellt werden. „Ein durchgängiges Radwegenetz aus den städtischen Siedlungsgebieten soll die Erreichbarkeit der Seen mit dem Fahrrad, gerade für Familien mit Kindern, sicher und attraktiv machen“, heißt es in dem Antrag. Ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder seien einzuplanen.

Mit dem Verkehrskonzept wollen die Grünen eine bedarfsorientierte Anbindung des Naherholungsgebietes an den ÖPNV für Familien schaffen. Dies gelte besonders in der Badesaison. Auch die Barrierefreiheit soll berücksichtigt werden. „Die Vorschläge der Deutschen Bahn zu den Bahnübergängen in Happing sind mittlerweile so konkret, dass die künftige Verkehrsführung Teil eines Verkehrskonzeptes sein muss“, so der Antrag.

Begründung für den Antrag

Als Begründung geben die Mitglieder der Grünen-Fraktion an, dass das Rosenheimer Naherholungsgebiet Teil des Landschaftsschutzgebietes Innauen Süd sei. „Gerade in den Sommermonaten sind die Wege und Straßen mit Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern stark frequentiert, ohne dass eine klare Verkehrsführung erkennbar ist. Dies führt vermehrt zu Unsicherheiten oder Gefährdung der schwächeren Verkehrsteilnehmer, zumal meist Geschwindigkeitsbegrenzungen fehlen.“

Wildparker sollen oftmals notwendige Rettungswege behindern. Die Erweiterung des Pferdehofes und eines Gewerbebetriebes haben nach Auffassung der Grünen die Situation nochmals verschärft. Die Belastung durch den motorisierten Individualverkehr sei für das Landschaftsschutzgebiet Happing hoch.

Andere Gemeinden haben auch zu kämpfen

Die Gemeinden Übersee und Bernau haben auch Probleme mit übervollen Parkplätzen und wollen diesem Problem mit Hilfe einer App Herr werden. Und auch andere Gemeinden überlegen bereits erste Maßnahmen.

„In Bezug auf die Parkplatzproblematik im Bereich der Padinger Alm ist angedacht, kurzfristig durch die Schaffung eines Mittelstreifens und die Ausweisung von Halteverboten und Parkbuchten – ähnlich Thumsee West – die Situation im Bereich der Straße zum Nonner Oberland zu verbessern“, heißt es beispielsweise von Seiten der Stadt Bad Reichenhall.

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