Wichtige Verkehrsader in Rosenheim beeinträchtigt

Sanierung Brückenberg - der Selbsttest zeigt die Auswirkung auf den Verkehr

Wichtige Verkehrsader in Rosenheim ist der Brückenberg über die Bahnanlagen
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Wichtige Verkehrsader in Rosenheim ist der Brückenberg über die Bahnanlagen – und der wird derzeit saniert.

Am Rosenheimer Brückenberg haben am Montag, 8. Februar die Sanierungsarbeiten begonnen. rosenheim24.de hat am frühen Dienstagabend zum Berufsverkehr den Selbsttest gemacht, wie die Verkehrssituation dort mit der Fahrbahnsperrung ist.

Rosenheim - Dienstag, 17:10 Uhr am Rosenheimer Brückenberg. Eigentlich wäre ein größerer Stau zu erwarten gewesen, denn am 8. Februar startete die Sanierung des Brückenberges. Doch der blieb auch im Berufsverkehr aus. Im ersten Bauabschnitt wird die östliche Brückenhälfte instand gesetzt. Dazu werden die beiden stadteinwärts führenden Spuren gesperrt, sodass insgesamt nur noch zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen: jeweils eine für den stadtauswärtigen und eine für den stadteinwärtigen VerkehrFußgänger und Radfahrer werden auf den gegenüberliegenden Geh- und Radweg geleitet.

Sanierung Brückenberg Rosenheim - Einspurige Verkehrsführung auf jeder Seite

Obwohl der Brückenberg vor allem zur Rushhour viel befahren ist und es dort häufiger zu Stauungen kommt, war am frühen Dienstagabend die Lage relativ entspannt. Im Selbstversuch fuhr unsere Reporterin die Strecke sowohl stadteinwärts, als auch stadtauswärts ab. Der Verkehrsfluss war nur über den Berg etwas zäh, ein klein wenig staute es sich, aber im Großen und Ganzen nicht schlimmer als ohne Fahrbahnverengung.

Stadtauswärts dauerte die Fahrt mit Ampeln nicht länger als eine Minute. Stadteinwärts war das Verkehrsaufkommen ein bisschen höher. Hier dauerte es zwei Ampelphasen und insgesamt drei Minuten, um über den Berg zu kommen. Die Stauungen erstreckten sich in beide Richtungen nur über den Brückenberg selber, in die umliegenden Straßen hinein standen die Fahrzeuge noch nicht.

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt werden voraussichtlich bis Ende Juni 2021 abgeschlossen sein. Danach wird in einem zweiten Bauabschnitt die westliche Brückenhälfte instand gesetzt. Die gesamten Sanierungsarbeiten sollen bis Ende November 2021 abgeschlossen sein. Um die Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten, wird gebeten, den Baustellenbereich möglichst großräumig zu umfahren.

Sanierung notwendiges Übel

Dass die Brücke generalüberholt werden muss, daran ließ auch der Sachvortrag der Stadtverwaltung in einer seiner Sitzungen keinen Zweifel. Zu viele Teile müssen ausgewechselt und erneuert werden. Unter anderem müssen zudem Risse am Überbau und an den Widerlagern verpresst werden, müssen schadhafte, chloridbelastete Überbauendträger und die Überbauunterseiten saniert werden. Neben vieler anderer Arbeiten lässt die Stadt außerdem an markanten Rissen im Brückenbauwerk Überwachungssysteme einbauen, die Alarm melden, wenn die Risse größer werden sollten. Ist die Brücke saniert, kann sie noch einmal 25 bis 30 Jahre stehen bleiben. Die Kosten betragen rund 2,55 Millionen Euro.

Nur auf dem Brückenberg selber staute es sich ein wenig.

jb

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