Rostfraß an der Brücke

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Ein Teil der Brücke, im Bild vorne, wurde für die Sanierung bereits angehoben. Dabei zeigten sich die vorher nicht sichtbaren Rostschäden.

Rosenheim - Größere Schäden als zunächst angenommen haben die Fachleute an der Mangfallbrücke in der Mangfallstraße entdeckt. Ein Gutachter gab aber nun Entwarnung:

Der Aufwand ist zwar höher, doch die Brücke ist immer noch sanierungsfähig. Zwei Wochen herrschte Ruhe auf der Baustelle, heute geht es weiter.

Schäden an den Stirnseiten des Tragwerks waren Auslöser für die im März begonnenen, seit langem anstehenden Sanierungsarbeiten. Um diese Schäden zu beseitigen, musste das Tragwerk, also die Fahrbahn der Brücke, angehoben werden. Erst dabei zeigte sich das wahre Ausmaß des Sanierungsbedarfs. Die Korrosion an verschiedenen Teilen der 1967 gebauten Brücke ist stärker fortgeschritten als vorher sichtbar war. Der Rostfraß legte die Baustelle erst einmal still.

Ein Gutachter untersuchte das Innenleben der Brücke genau, auch mit einem Endoskop. Er kam zu dem Schluss, eine Entrostung sei möglich. Die entsprechenden Teile sind danach so zu schützen, dass kein Wasser mehr eindringen kann.

Urteil des Gutachters: "Ausreichend und dauerhaft"

Mehr Rost als angenommen: Die Sanierung der Brücke muss nun umfassender ausfallen.

Anwohner hatten schon befürchtet, sich auf einen Neubau der Brücke mit entsprechend langer monatelanger Sperrung der Mangfallstraße einstellen zu müssen. Eine gewisse Skepsis herrscht bei ihnen immer noch, ob Flickwerk betrieben und unnötig Geld ausgegeben, wenn vielleicht in ein paar Jahren doch ein Neubau notwendig ist. Anton Buchner, im Rosenheimer Tiefbauamt zuständig für Brückenbauwerke, weist dies zurück. Der Gutachter habe festgestellt, die angestrebte Sanierung sei "ausreichend und dauerhaft". Auch an der Beschränkung der Traglast auf 30 Tonnen ändere sich nichts.

Ein neuer Bauzeitenplan, der die zusätzlichen Arbeiten berücksichtigt, liegt noch nicht vor. Die im März begonnene Sanierung sollte eigentlich im Juli abgeschlossen sein. Die zusätzlichen Kosten lassen sich gleichfalls noch nicht beziffern. Fest steht bisher nur: Es wird teurer. Bisher sollten auf der Schlussrechnung 650.000 Euro stehen.

Elvira Biebel-Neu/Oberbayerisches Volksblatt

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