Schausteller und Passanten am Max-Josef-Platz befragt

Weihnachtsaktion „Winter in Rosenheim“ : „Wir machen es der Stadt zu Liebe“

Max Fahrenschon am Glühweinstand
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Max Fahrenschon am Glühweinstand

Rosenheim - rosenheim24.de befragte Standbetreiber und Passanten zu der Weihnachtsaktion „Winter in Rosenheim“ des Wirtschaftsverbandes.

Der „Winter in Rosenheim“ hat heute um 11 Uhr seine Pforten geöffnet. Diese Weihnachtsaktion des Wirtschaftsverbandes Rosenheim soll „Weihnachtsstimmung in die Innenstadt bringen“. Es gibt fünf verschiedenen Stände am Max-Josef-Platz, an denen Wurstlsemmeln, Currywurst, Schokoladenfrüchte, gebrannte Mandeln und verpackte Spirituosen, verkauft werden.

Die Schausteller haben teilweise Bedenken

An einen dieser Stände verkauft Familie Kimplstötter Würstl, von denen sich der ein oder andere kurz nach der Eröffnung schon eine Semmel für die Mittagspause geholt hat. Seine Familie jedenfalls fände, laut Herr Kimplstötter, die Weihnachtsaktion „sehr gut“. Nachdem sie erst dachten, diesen Winter „komplett alleine dazustehen“, helfe ihnen diese „Weihnachtsmarkt-Option“ durchaus. Auch wenn der „Winter in Rosenheim“ nur unter Vorbehalt organisiert worden ist, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen, versuchen die Standbetreiber positiv zu bleiben.

Bedenken hierzu hat auch Max Fahrenschon, der Glühwein, Kinderpunsch und andere Spirituosen verpackt in Flaschen verkauft. Er selber sei sehr dankbar für die Möglichkeit zur Weihnachtsstimmung in Rosenheim beitragen zu können. Dennoch müsse er sich die Situation erst noch anschauen: „Wir machen es der Stadt zu Liebe“. Er habe noch Zweifel wie die Leute diese Verkaufsaktion annehmen. Denn der von dem Wirtschaftsverband organisierte „Winter“ bringe auch finanzielles Risiko für die Standbetreiber mit sich. Der Stand habe nunmal auch laufende Kosten, so M. Fahrenschon: „Es ist alles sehr schwer kalkulierbar.“

Ein Stand, der schon seit 1988 am Christkindlmarkt Rosenheim mit dabei ist, ist der der Familie Trautwein. Für Herr Trautwein bringe der „Winter in Rosenheim“ etwas Normalität in die Adventszeit zurück: Für ihn war Rosenheim „wie ausgestorben und sehr düster“, aber jetzt lebe die Stadt, auch dank der Weihnachtsbeleuchtung, wieder auf.

Herr Trautwein verkauft Schokofrüchte.

Aber er spricht auch eine Warnung aus, dass sich wirklich jeder Besucher an die Corona-Maßnahmen halten müsse, „denn nur so funktioniert es.“

Wir machen das Beste draus“, so Claudia Fahrenschon gegenüber rosenheim24.de. An ihrem Stand direkt am Mittertor verkauft sie Steak-Semmeln, Curry- und Feuerwurst und Folienkartoffeln. Sie habe sich extra etwas Abseits positioniert, damit die Menschen leichter Abstand halten und sich dann zum Essen auf den Ludwigsplatz setzen können. Die Familie betreibt auch zwei Stände direkt vor dem Karstadt in der Münchener Straße. Hier bieten sie zum einen Mandeln und Früchte an, auch das Maronibockerl hat hier seinen Standplatz gefunden.

Wie kommt die Weihnachtsaktion bei den Passanten an?

rosenheim24.de hat bei Passanten auf dem Max-Josef-Platz nachgefragt, wie der „Winter in Rosenheim“ ankommt. Eine Rosenheimerin äußert sich zu dieser Frage sichtlich gut gelaunt: „Sehr gut. Gott sei dank hab ich jetzt was zu Essen“, während sie ihre Wurstlsemmel voller Vorfreude in der Hand hält. Bis zum Verzehr muss die Dame aber noch bis zu Hause warten.

So sieht es auch Familie Rauch: „Leute, die mit starken Einbußen konfrontiert waren, bekommen so eine Chance.“ Die Weihnachtsstimmung käme auch so langsam in Rosenheim an. Dennoch ist es dem Pärchen wichtig, dass das Essen und Trinken wirklich nur „to-go“ ist. „Man kann der Aktion nur eine Chance geben, wenn sich wirklich jeder an die Regeln hält.“

Rosenheimerin mit ihrer Wurschtsemmel von Familie Kimplstötter.

Die Passanten und Budenbetreiber ziehen so eine recht positive Bilanz zum Beginn vom „Winter in Rosenheim“: Solange sich jeder an die Regeln hält und aus Eifer nicht schon am Platz sein Essen verspeist, kann der „To-Go Christkindlmarkt“ weitergehen.

MS

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