Wo sich alle Generationen begegnen

OVB
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Das Mehrgenerationenhaus der Arbeiterwohlfahrt bringt Generationen zueinander, wie hier beim "Tag der offenen Tür".

Rosenheim - Seit fünf Jahren nun gib es das Mehrgenerationenhaus der Rosenheimer Arbeiterwohlfahrt. Auch um den Fortbestand nach 2014 muss man sich keine Sorgen mehr machen.

Am 24. Mai vor fünf Jahren fiel im Rahmen des Programms "Mehrgenerationenhäuser" des Bundesfamilienministeriums der Startschuss für das Mehrgenerationenhaus der Rosenheimer Arbeiterwohlfahrt. Zum Jahreswechsel konnte der Wechsel in das Folgeprogramm "Mehrgenerationenhäuser II" erfolgreich gestaltet und so der Fortbestand bis 2014 gesichert werden.


Im Mehrgenerationenhaus findet man keine Wohnung, aber jede Menge "starke Leistungen für jedes Alter" wie es das Förderprogramm umschreibt. Beratungsangebote sind hier genauso zu finden wie Betreuungsmöglichkeiten vom Krippenalter bis hin zu Hochbetagten oder Freizeitangebote.

Das Mehrgenerationenhaus bietet täglich "Essen auf Rädern", organisiert Kinder- und Seniorenerholungsreisen, beheimatet Selbsthilfegruppen und weitere Initiativen. Die Seminar- und Veranstaltungsräume sind sehr gut ausgelastet, wöchentlich nutzen bis zu 400 Personen - vom Kleinkind bis zum Senior - Räumlichkeiten und Angebote. Etwa die gleiche Personenzahl wird durch Angebote außerhalb erreicht.


Projektleiter Klaus Schindler ist Ansprechpartner für die Freiwilligen im Haus und in den verschiedenen Bereichen. "Mit unseren generationenverbindenden Projekten versuchen wir für jeden Freiwilligen das richtige Engagementfeld zu finden." Mit der "Tafelrunde", einem Essensangebot in Gesellschaft, der Loreto-Gruppe, einer Betreuungsgruppe des Hauskrankenpflegevereins für dementiell Erkrankte oder den Schülerpatenschaften mit der Grundschule Erlenau gibt es etliche Möglichkeiten, im Haus aktiv zu werden.

Die "Lese-Paten" hingegen sind im ganzen Stadtgebiet im Einsatz. Gerade das Lese-Paten-Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek mit etwa 40 Freiwilligen in 13 Kindertagesstätten und vier Senioreneinrichtungen erfordert erheblichen Koordinierungsaufwand. "Durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern können Konzepte entwickelt und umgesetzt werden, die unterschiedliche Ziele verfolgen: Integration, Inklusion, Bildung, Betreuung, Armut oder Gesundheit sind Bereiche die hier generationsübergreifend und nachhaltig angepackt werden", so Schindler.

So haben sich im Laufe der zurückliegenden Jahre viele neue Ideen entwickelt, um professionelle soziale Dienstleistungen mit ehrenamtlichem Engagement zu ergänzen und den Wissenstransfer und Querverbindungen zwischen Angeboten unterschiedlicher Zielrichtungen und Zielgruppen herzustellen.

Damit ist das Mehrgenerationenhaus ein "soziales Labor", das die vielfältigen Beziehungen zwischen Haupt- und Ehrenamt, Dienstleistern und Nutzern von Dienstleistungen, Professionellen und Laien, Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen, armen und gut positionierten, Deutschen und fremdländischen Mitbürgern in vielerlei Hinsicht neu mischt und weiterentwickelt.

Informationen zu den Angbeoten und Projekten gibt es unter der Telefonnummer 94137321. Das Mehrgenerationenhaus wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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