Endgültiger Abschied von Siegfried und Roy

Verstorbener Magier Siegfried Fischbacher: Familie in Rosenheim hält sein Andenken in Ehren

Tieftraurig über den Tod von Siegfried Fischbacher: Neffe Marinus (66, rechts) und Großneffe Marinus (26) im Elternhaus des Magiers in der Kastenau.
+
Tieftraurig über den Tod von Siegfried Fischbacher: Neffe Marinus (66, rechts) und Großneffe Marinus (26) im Elternhaus des Magiers in der Kastenau.

Die Bestürzung über den Tod des Magiers Siegfried Fischerbacher, der in der Nacht auf Donnerstag (14. Januar) in seinem Luxusanwesen „Little Bavaria“ im Alter von 81 Jahren friedlich eingeschlafen ist, ist groß. In seiner Geburtsstadt Rosenheim, wo nach wie vor seine Familie lebt, soll er unvergessen bleiben.

Rosenheim – Ein würdiges Andenken an Siegfried Fischbacher in Rosenheim, das wünschen sich sein Neffe Marinus Fischbacher sowie Freunde und Wegbegleiter. Obwohl die Nachricht über den plötzlichen Tod des beliebten Magiers, der sich zusammen mit seinem Partner Roy eine märchenhafte Weltkarriere erzaubert hatte, in Familienkreisen noch längst nicht bewältigt ist, gibt es bereits erste Gedankenspiele, Siegfried Fischbacher in seiner Geburtsstadt ein Denkmal zu setzen.

Letzte Ruhestätte für Siegfried in Las Vegas

Die letzte Ruhestätte wird indes, so war es offenbar sein letzter Wille, in jedem Fall in Las Vegas sein. „Seine Urne wird in der hauseigenen Kapelle in Little Bavaria beigesetzt“, gibt sein Neffe Marinus Fischbacher im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen Einblick. Dort befindet sich bereits die Urne seines Partners Roy, der am 8. Mai 2020 infolge einer Corona-Infektion verstorben war.

Lesen Sie auch: Siegfried Fischbacher erliegt Krebserkrankung – Seine letzten Worte: „Ja, es ist ok.“

Die Kapelle beschreibt sein Neffe als einen Gedenkort in amerikanischem Stil, zudem versehen mit einem Dach in Zwiebelform, das offenbar einer Rosenheimer Kirche nachempfunden ist: St. Josef in Oberwöhr soll das Vorbild gewesen sein, erzählt Fischbacher, der nach wie vor im Elternhaus des Magiers im Rosenheimer Stadtteil Kastenau lebt.

In Rosenheim selbst könnte sich Marinus Fischbacher, der seinem Onkel sehr nahe stand – „wir waren wie Brüder“ – einen Gedenkort oder gar ein Denkmal vorstellen. „Es soll auf jeden Fall eine Erinnerungsstätte entstehen“, betont der 66-Jährige.

Siegfrieds Vermögen geht in eine Stiftung über

Ein Vorhaben, das auch Teile der Rosenheimer Kulturszene unterstützen wollen – allen voran Erika Körner-Metz vom Verein „Erlesene Oper“, den der Magier jahrelang unterstützt hatte. „Ihm war es immer ein großes Anliegen, dass in Rosenheim der Vorhang aufgeht und dass hier Bühnenleben stattfinden kann“, so Körner-Metz. Diesbezüglich habe sie bereits Kontakt mit dem Leiter des Rosenheimer Kulturamts, Wolfgang Hauck, aufgenommen. „Möglicherweise kann in einem Museum ein Gedenkraum eingerichtet werden, weil meines Wissens viele seiner persönlichen Gegenstände nach Rosenheim kommen sollen.“

Siegfried Fischbacher mit Erika Körner-Metz vom Rosenheimer Verein „Erlesene Oper“. Sie will sich für eine Gedenkstätte stark machen.

Lesen Sie auch (Paid-Artikel OVB-Online): Zum Tode von Siegfried Fischbacher: Die Karriere der Ausnahme-Magier „Siegfried und Roy“

Zugleich soll das Luxusanwesen in Las Vegas, so weiß es der Neffe, ebenfalls erhalten bleiben – insbesondere die Zucht der weißen Tiger, die der Magier stets vor dem Aussterben bewahren wollte. Dazu hatte Fischbacher sein Vermögen – Medienberichten zufolge etwa 185 Millionen Euro – in eine Stiftung überführen lassen.

Kommentare