Sitzung des Finanz- und Hauptausschusses

Bauer: "Soziale Stadt" bleibt erhalten

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag gab Gabriele Bauer Entwarnung für die "Soziale Stadt"
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In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag gab Gabriele Bauer Entwarnung für die "Soziale Stadt"

Rosenheim - Am Dienstag gab Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer Entwarnung für die Einrichtung "Soziale Stadt". Auch in Zukunft werden die Bürger mitgestalten, jedoch unter neuer Anschrift.

In einem Dringlichkeitsantrag wegen der Kündigung der Räumlichkeiten der "Sozialen Stadt" hatte sich die Stadtratsfraktion der Partei "Bündnis 90 / Die Grünen" in der vergangenen Woche an Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer gewandt. Auch die Stadträte der SPD und der Freien Wähler legten bei der Stadtverwaltung diesbezüglich eine Anfrage vor. In einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin beschrieben die Mitglieder der Stadtteilversammlung Nord zusätzlich die Situation aus ihrer eigenen Sicht, zeigten sich besorgt über die Lage; rosenheim24.de berichtete.

Alle Zweifel beseitigt

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Rosenheim am Dienstag, sorgte Gabriele Bauer schließlich für eindeutige Verhältnisse in Sachen "Soziale Stadt", sprach Klartext und trat den Befürchtungen der zahlreich anwesenden Zuhörer konkret entgegen. "Alles bleibt wie bisher", verkündete die Oberbürgermeisterin und zerstreute dadurch die Bedenken und Unsicherheiten im betroffenen Gebiet. "Es geht uns nicht wirklich gut", bestätigte Gabriele Bauer am Dienstag, aufgrund der eingesetzten Haushaltssperre wegen fehlender Gewerbeeinnahmen sehe sich die Stadt gezwungen zu reagieren. Aus Sicht der Stadtverwaltung sei es nicht relevant, wo sich die Koordinierungsstelle der "Sozialen Stadt" am Ende befinde. Ein Umzug der Büros in die ehemaligen Räumlichkeiten der ARGE an der Reichenbachstraße, würde eine Ersparnis von rund 36.000 Euro pro Jahr alleine an Umsatzsteuer zur Folge haben. Insgesamt könne man durch die Verlagerung sogar 69.000 Euro einsparen.

Sparen durch Umstrukturierung

Auf die Bedenken von Grünen Fraktionschef Franz Lukas, dass mit dem Umzug zeitgleich wichtige Treffpunkte und Versammlungsräume verloren gehen würden, legte die Oberbürgermeisterin einen Ausweichplan für andere Räumlichkeiten vor. So sollen in Zukunft Räume im Hofbräu-Komplex, die Stadtbibliothek, ein Seminarraum im Künstlerhof und weitere Zimmer bei der VHS je nach Bedarf und Vorhaben genutzt werden können. Auch die anderen drei Bürgerhäuser stünden den Bürgerinnen und Bürgern selbstverständlich für Veranstaltungen und Treffen zur Verfügung, erklärte Gabriele Bauer. "Bei einem Projektvolumen von rund 400.000 Euro für die "Soziale Stadt", müssen wir uns etwaige Synergien überlegen", begründete die Oberbürgermeisterin die Entscheidung, die Verwaltung des Projekts dem Dezernat 4 in der Stadtverwaltung und somit auch räumlich im Rathaus der Abteilung für Soziales anzugliedern. Zumal die Verantwortung für das Projekt seit der Gründung sowieso bereits in vorher genanntem Dezernat liege, so Bauer weiter.

Lob für "Soziale Stadt"

Auf Nachfragen der verschiedenen Parteien über die zukünftige Verfahrensweise, die Gliederung und die Zusammenarbeit der "Sozialen Stadt" mit der Stadtverwaltung betonte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer wiederholt, dass die inhaltliche Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger in keinster Weise betroffen, geschweige denn beschnitten werden soll. Ebenfalls hob die Oberbürgermeisterin die bisherigen Leistungen und die hervorragende Arbeit aller Mitarbeiter der "Sozialen Stadt" hervor. Es sei nicht die Absicht der Stadtverwaltung, diese "Erfolgsgeschichte, die man selbst aus einem Förderprogramm gemacht" habe, in irgendeiner Form zu schmälern, so Gabriele Bauer.

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