Konzept für "Jugendparlament" soll entwickelt werden

Jugendliche sollen sich als Stadträte versuchen 

Rosenheim - Es ist ein langer Weg, den die Idee eines "Jugendparlaments" schon hinter sich hat. Bereits im Dezember 2013 gab es hierzu den ersten Beschluss. Nun geht es wohl zügiger voran. 

"Sich für Themen einsetzen, kämpfen und gewinnen - und manchmal auch kämpfen und verlieren", das alles sollen die Jugendlichen lernen, wenn es nach Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer geht. Im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien wurde erneut über das "Dauerbrenner-Thema" Jugendparlament beraten. Konkrete Schritte zur Umsetzung ab Herbst 2016 wurden beschlossen. 

Für Grünen Grünen-Stadträtin Judith Kley-Stephan ist es entscheidend, dass die Anträge und Beschlüsse der Jugendlichen dann auch tatsächlich zur Beratung an den Stadtrat weitergeleitet werden. Die Jungpolitiker sollen sich ernst genommen fühlen. Da kann es um eine Einbindung bei der Gestaltung von Spielplätzen gehen oder auch um eine Beteiligung bei der Planungen von Neubaugebieten. 

Für SPD-Stadträtin Elisabeth Jordan lohnen sich der Aufwand und die Kosten: "Das sind vielleicht die Wähler und Kommunalpolitiker von morgen." Sie erinnerte, wie auch andere Stadträte, an die niedrige Wahlbeteiligung 2014. 

Die große Frage sei, wie man die Jugendlichen rankomme, gab OB Bauer zu bedenken. Man brauche einen guten Querschnitt aus allen Bereichen und Altersgruppen. 

Arbeitsgruppe tagt ab September 

Mit diesen Fragen wird sich ab September eine Arbeitsgruppe beschäftigen. Diese soll Ziele, zeitlichen Rahmen sowie Projektschritte besprechen. Die Arbeitsgruppe werde aus Vertretern des Stadtjugendrings, der kommunalen Jugendpflege sowie des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familie gebildet. 

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