Gebühren und Eintrittsgelder in Rosenheim

Abgaben für Abwasser gehen hoch, Müll runter

Rosenheim - In seiner Sitzung am Mittwoch Abend beschloss der Stadtrat einige Änderungen in Bezug auf Gebühren und Preise. Was wird teurer, wo sparen die Rosenheimer in Zukunft:

Um einer zusätzlichen Verschuldung im Bereich der Stadtentwässerung entgegenzuwirken, beschloss der Rosenheimer Stadtrat in seiner letzten Dezember-Sitzung eine Erhöhung der Gebühren auf die Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser im Stadtgebiet. Im Gegenzug sollen die Abgaben der Bürger für die Müllbeseitigung ab dem Jahr 2015 fallen.

20 Prozent mehr für Abwasser

Die Erhöhung der Schmutzwassergebühr von aktuell 1,38 Euro pro Kubikmeter auf nun 1,63 Euro entspricht dabei einer Steigerung um rund 18 Prozent. 33 Prozent teurer wird hingegen die Entsorgung des Niederschlagswassers zum 1. Januar 2015. Hier zahlen die Rosenheimer dann 32 Cent pro Quadratmeter abflusswirksamer Fläche im Vergleich zu 24 Cent heute. Kombiniert ergebe sich somit eine Steigerung um 20 Prozent, die der Stadtrat als eher "moderat" im Vergleich zu den Gebührenerhöhungen in den Landkreisgemeinden sehe. Aus den Reihen der CSU-Fraktion wurde auch schon in der Vergangenheit gefordert, "mehr Mut zu haben, mehr zu erhöhen." So werden in Aschau beispielsweise die Gebühren sogar um knapp 50 Prozent erhöht. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer gab jedoch zu bedenken, die Rosenheimer Firmen und auch die Privatpersonen nicht übermäßig zu belasten. Eine Erhöhung der Tarife um 20 Prozent sehe sie durchaus als angemessen an, zumal die letzte Steigerung bereits vor 20 Jahren stattgefunden habe.

10 Prozent weniger für Müllentsorgung

Die Gebühren für die Müllentsorgung im Stadtgebiet wurden das letzte Mal im Januar 2009 gesenkt. Nun, nach den Kalkulationszeiträumen 2010 und 2012, sollen die Abgaben ab Anfang 2015 um rund 10 Prozent gesenkt werden. Ein wesentlicher Faktor sei hier das gesunkene Verbrennungsentgelt, dass so durch eine Senkung der Gebühren an die Bürger weitergegeben werden soll. Durch die Eingliederung der Müllverbrennung in den Baubetriebshof und eine Kooperation mit dem Landkreis Miesbach konnte der Verbrennungspreis von ursprünglich 201 Euro pro Tonne auf 160 Euro reduziert werden. Einbußen bei den Leistungsstandards bei der Sperrmüllentsorgung und der Grüngutabfuhr sollen dabei nicht entstehen. So schlägt die Entsorgung der 80-Liter-Behälter künftig ohne Service mit 153,96 Euro, mit Service 216,36 Euro, zu Buche. Im Vergleich dazu kostete der Abfall bisher 171,36 Euro bzw. 230,28 Euro für die 80-Liter Mülltonne.

Eintrittspreise für Städtische Galerie und Museum

Die Eintrittspreise für die Städtische Galerie wurde zuletzt Anfang 2006 geändert, die letzte Erhöhung im Museum wurde 2009 beschlossen. Von einer Erhöhung der Preise erhoffen sich die Stadträte jeweils 2.500 bis 3.00 Euro mehr Einnahmen. Auch nach der Preissteigerung liege man dann im Vergleich zu anderen Einrichtungen noch unter dem Durchschnitt.

In der Galerie steigt der Eintrittspreis damit von 3 auf 4 Euro, der ermäßigte Eintritt und auch der Preis am Seniorentag verdoppelt sich von 1,50 auf 3 Euro. Auch bei den Preisen für Schulklassen, Gruppen und Familien steigen um zwischen 50 Cent und 2,50 Euro.

Auch im Museum steigt der reguläre Eintrittspreis von 3 auf 4 Euro, der ermäßigte Eintritt erhöht sich um 50 Cent auf 2 Euro. Zwei Erwachsene mit Kindern zahlen nun 8 statt 5 Euro. Die Preise für Gruppenführungen und das museumspädagogische Programm bleiben jedoch gleich.

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