rosenheim24.de bei Friseuren und Blumenläden

Steigende Inzidenzen dämpfen Hoffnung: „Glauben nicht, dass wir lange öffnen dürfen“

Rosenheim24 war in der Stadt unterwegs und hat Salonbetreiber und Floristen zwecks der Öffnung am 1. März befragt. Die Stimmung war eher verhalten.
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Rosenheim24 war in der Stadt unterwegs und hat Salonbetreiber und Floristen zwecks der Öffnung am 1. März befragt. Die Stimmung war eher verhalten.

Seit 1. März dürfen Friseure, Baumärkte und Blumengeschäfte ihre Türen wieder für Kunden öffnen. rosenheim24.de hat sich in der Stadt umgeschaut und nachgefragt, wie es aktuell in den Betrieben aussieht.

Rosenheim - Am Montagvormittag war es zunächst noch ruhig in den Blumengeschäften. Es wurden aber bereits die ersten Kunden bedient. Der Ansturm war dafür in den Friseursalons umso größer. Überall in der Innenstadt, egal wo man hinschaute, waren die Salons brechend voll - natürlich im Rahmen der Hygienevorschriften.

Auffällig war: Bereits zu früher Stunde waren die Friseurbetriebe komplett ausgebucht. „Wir sind jetzt ziemlich im Stress und haben absolut keine Zeit“, meinten mehrere Friseurmitarbeiter in der Stadt. Trotz des engen Zeitplans vieler Salons hat rosenheim24.de eine Mitarbeiterin vom Stadtfriseur Rosenheim vor dem Geschäft angetroffen.

Salon „Stadtfriseur“

Auf die Frage, wie es dem Salon in den vergangenen Wochen ging, hatte sie eine klare Antwort: „Auf gut-deutsch gesagt, beschissen. Die Kosten liefen weiter, aber wir durften nicht öffnen. Vom Staat bekommen wir auch nur ein Minimum an Geldern.“

Bereits in der letzten Woche haben sie Termine vergeben, die sofort weg waren. Aus diesem Grund mussten die Betreiber ihre Geschäftszeiten um eine Stunde verlängern. „Anders würden wir es auch gar nicht schaffen“, so die Mitarbeiterin. Doch da die Inzidenzen derzeit wieder steigen, ist das Team des Salons ist gespannt, wie lange sie jetzt öffnen dürfen.

Der Laden „Stadtfriseur“ ist froh, dass die Kunden so schnell bei ihnen Termine gemacht haben. Dennoch denken sie, dass die Läden nicht lange offen bleiben.

Rosen-Pavillon von Hedwig Pielorz

„Ich freue mich einfach wieder Kunden empfangen zu dürfen“, so die Inhaberin des Rosen-Pavillons, welcher am Salinplatz steht. „Natürlich hatte ich auch das „Click and Collect“-Angebot, aber es kamen teilweise nur einen oder zwei Kunden am Tag. Jetzt hoffe ich, dass diese den Laden stürmen.“ Pielorz ergänzte, gerade jetzt im Frühling wollen die Menschen ihre Gärten und Balkone verschönern und die Öffnung zum 1. März wäre daher ein guter Zeitpunkt. Aber auch die Inhaberin befürchtet, dass die Corona-Zahlen wieder steigen. „Das wäre nicht gut für das Geschäft,“ erläutert sie.

„Wir freuen uns riesig auf unsere Kundschaft“. Die Betreiber des Rosen-Pavillons können es kaum erwarten wieder zu öffnen.

Bausch Blumen

Eine Mitarbeiterin des Blumenladens Bausch zeigt sich verhaltener. „Wir denken nicht, dass wir lange unsere Pforten öffnen können. Dementsprechend erwarten wir auch nicht viel.“ Auf die Frage, wie es dem Blumenladen ginge meinte die Dame, dass sie nicht klagen können. „Wir hatten im Winter viele Beerdigungen und waren nicht auf Kurzarbeit. Die Arbeit ist uns so nicht ausgegangen. Das Team hat die Zeit auch genutzt, um den Laden zu renovieren,“ erzählt die Angestellte.

„Das einzige, was ärgerlich war, sind die Lieferkosten, die waren teilweise umsonst. Das ist Geld, welches man hätte einsparen können. Dennoch: die allgemeinen Vorraussetzungen seien im Moment eher schlecht als recht“, beurteilt die Floristin.

Bei Blumen Bausch ist man hingegen verhaltener. „Wir denken nicht, dass wir lange öffnen können.“

rosenheim24.de hat auch bei weiteren Betrieben angefragt, aber diese konnten oder wollten keine weiteren Auskünfte über die jetzige Situation erteilen. Auffällig ist aber, dass viele Läden und Salons davon ausgehen, dass innerhalb kürzester Zeit wieder alles dichtgemacht werden muss. Für viele heißt es demzufolge: Abwarten und Tee trinken.

jk und an

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