Nachgefragt in Rosenheimer Innenstadt - *Mit Umfrage: Was haltet ihr davon?*

Nächtliche Ausgangssperren zu Weihnachten und Neujahr: „Halte ich gar nichts davon“

Wir haben uns zum Thema nächtliche Ausgangssperren an Weihnachten und Silvester  in der Rosenheimer Innenstadt umgehört. Angelo Loscialp ist der Meinung, man hätte den Lockdown im November durchziehen müssen. Bettina Block hält gar nichts von der Maßnahme.
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rosenheim24.de hat sich zum Thema nächtliche Ausgangssperren an Weihnachten und Silvester in der Rosenheimer Innenstadt umgehört. Angelo Loscialp ist der Meinung, man hätte den Lockdown im November durchziehen müssen. Bettina Block hält gar nichts von der Maßnahme.

Rosenheim - rosenheim24.de war wieder einmal in der Rosenheimer Innenstadt unterwegs, um eure Meinungen zu den nächtlichen Ausgangssperren an Weihnachten und Silvester einzuholen. Diese gehen durchaus auseinander.

„Man hätte das einfach besser lösen können. Der Lockdown hätte schon im November durchgezogen werden sollen“, meint Angelo Loscialpo. Er hat sich gerade im „To Go“-Bereich des Café Dinzler am Esbaum-Platz ein Getränk geholt. „Als Inhaber der Pizzeria ‚La Pignata‘ in Riedering bin ich ja auch beruflich getroffen. Wenn man das so gehandhabt hätte, könnten wir Weihnachten zusammen feiern, einkaufen und essen gehen“, schließt er.

Strenge Ausgangsbeschränkungen ab Mittwoch

In Bayern gilt ab Mittwoch, 16. Dezember, eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr, auch an Weihnachten und Silvester. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur mit triftigem Grund erlaubt. Des Weiteren gilt auf vielen öffentlichen Plätzen Maskenpflicht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte bereits strikte Kontrollen der Maßnahmen durch die Bayerische Polizei an. „Wir forcieren den Kampf gegen das Virus weiter. Das wird uns nur gelingen, wenn sich alle an die Regeln halten“, so der Innenminister. Falls ihr wissen wollt, welche Strafen drohen, wenn man gegen diese Auflagen verstößt hat OVB24.de einen Überblick über den Bußgeldkatalog „Corona-Pandemie“ der bayerischen Staatsregierung erstellt.

An diesem Dienstagvormittag herrscht wie schon am Montag ein reges Kommen und Gehen in der Rosenheimer Innenstadt. Noch immer müssen viele letzte Weihnachts-Einkäufe erledigen, nun da nur noch ein Tag für den Einkauf übrig ist. Darunter sind auch zwei junge Frauen, die gerade eine Verschnaufpause auf einer Bank eingelegt haben. „Mei, es ist halt nötig, diese Maßnahmen zu verhängen, schee ist aber halt was anders“, kommentiert eine von ihnen die Regelung für das Jahresende.

„Es ist nicht schön, aber halt leider sinnvoll, gerade in Rosenheim, wo es doch ein massives Infektionsgeschehen hat“, meint eine Studentin, die gerade am Max-Josefs-Platz für eine kleine Stärkung an einem Essens-Verkaufsstand ansteht. Kritischer sieht das Bettina Block. „Ich bin als Verkäuferin im Einzelhandel angestellt und muss auch während dem Lockdown arbeiten“, berichtet sie. „Das erlaubt mir der Staat. Aber feiern oder abends rausgehen, das nicht. Da halte ich gar nichts davon.“

hs

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