Ehrung des bekannten Rosenheimer Verlegers

„Vermittler der bayerischen Lebensart“: Klaus G. Förg erhält das Bundesverdienstkreuz

Zu sehen sind Herr Oberbürgermeister Andreas März und Klaus G. Förg.
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Herr Oberbürgermeister Andreas März überreicht Klaus G. Förg feierlich das Bundesverdienstkreuz.

Rosenheim - Am Donnerstag, den 8.Oktober wurde dem Rosenheimer Verleger Klaus G. Förg die Ehre zuteil, das Bundesverdienstkreuz von Herrn Oberbürgermeister Andreas März im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier feierlich überreicht zu bekommen.

Um 11 Uhr versammelten sich ausgewählte Gäste im großen Rathaussaal Rosenheim um den besonderen Tag gemeinsam mit Klaus G. Förg zu feiern. Aufgrund der aktuellen Situation fand diese Feierlichkeit in einem kleineren Rahmen und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln statt.

Oberbürgermeister Andreas März begann seine Rede mit einem bekannten Zitat von Konrad Adenauer: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat!“ Er freue sich besonders, einen so herausragenden Verleger, Buchautor sowie Fotograf für seinen bürgerschaftlichen Einsatz zu ehren und mit der Auszeichnung ein deutliches Zeichen zu setzen.

Anschließend fuhr er fort: „Ein ganz entscheidender Begriff zieht sich durch dein gesamtes Leben: Heimat. Aber was genau versteht man darunter? Heimat ist, wo man nicht abseits steht. Der Begriff beschreibt Geborgenheit in vertrauter Umgebung. Durch dich wurde die Schönheit unserer bayerischen Lebenskultur unterstrichen und unsere wunderschöne Region in die Welt hinausgetragen. Aufgrund dessen spreche ich dir für dein Geleistetes einen großen Dank aus.“

Klaus G. Förg strahlte vor Freude und betonte, wie sehr er sich freuen würde, dass die Verleihung trotz der gegebenen Situation im wunderschönen Rosenheim stattfinden könne. Zuerst bedankte er sich für die gewählten, warmen Worte des Oberbürgermeisters und ließ anschließend seine Gäste wissen, dass er besonders seiner Frau Siri zu Dank verpflichtet sei. „Sie ist die gute Seele des Verlages und hat hiermit meine Erlaubnis eine dicke Scheibe der Medaille abzuschneiden!“, versprach der Rosenheimer.
In einem späteren Gespräch mit rosenheim24.de sagte seine Frau lachend, dass sie sein Angebot auf jeden Fall wahrnehmen werde.

Die anwesenden Gäste lauschten gespannt den darauffolgenden kuriosen Geschichten, die der Geehrte in seiner Anfangszeit als Journalist mit den sehr bekannten Politikern Willy Brandt und Helmut Kohl erlebt hatte. Die Erzählung von seiner Begegnung mit Helmut Kohl, bei der dieser gleich sieben frisch kredenzte, bayerische Fleischpflanzerl direkt aus der Pfanne verspeiste, sorgte für herzliches Lachen im Saal.

Zu den wichtigsten Erlebnissen seiner beruflichen Karriere zähle der Verleger und Fotograf die 46 Gespräche, die er mit über 90-jährigen Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg geführt hatte. Sein Buch „Irgendwie überlebt“ befände sich bereits in der zweiten Auflage und er betonte daraufhin: „Die Arbeit mit der Zeitgeschichte ist von größter Bedeutung.“

In letzter Zeit habe er einige Gespräche mit seiner Frau geführt und sich gefragt, ob es in seinem Alter an der Zeit wäre, mit seiner Arbeit aufzuhören. Da er jedoch die Leitung des Rosenheimer Verlagshauses um einiges mehr bevorzugen würde, als beispielsweise Heckenschneiden, bleibe er auch weiterhin dem Unternehmen erhalten. Nach seiner gehaltenen Rede strömten die Gäste vor das Rathaus und erhoben zu Ehren des Rosenheimers und dessen Auszeichnung die Sektgläser.

as

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