Verschwörungstheorien im Z

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11. September, Mondlandung, Attentat auf Kennedy oder auch "das Rätsel um Bielefeld". Das Phänomen Verschwörungstheorie hat viele Facetten.

Rosenheim - Dass es die Stadt Bielefeld nicht gibt, ist sicher eine der skurrilsten Verschwörungstheorien. Mit dem Phänomen an sich beschäftigt sich Referent Daniel Kulla.

Am Freitag, den 30. März, referiert im Rosenheimer Kulturzentrum „Z“ Daniel Kulla über “Verschwörungstheorien“ und stellt sein Buch mit dem Titel „Entschwörungstheorie” vor.

“Entschwörungstheorie” ist ein ironisches Label. Kullas Ziel ist nicht die Widerlegung sämtlicher Verschwörungstheorien, vielmehr geht es ihm darum, das Thema für eine kritische Diskussion zugänglich zu machen.

Wilde Spekulationen in der Informationsgesellschaft 

In seinem Buch „Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt“ betont Kulla die Besonderheit des modernen Verschwörungsdenkens gegenüber früheren Formen. Es werden nicht mehr aufgrund unzureichender Informationen wilde Spekulationen angestellt, sondern es findet eine Reduktion der Wirklichkeit trotz reichlich verfügbarer Informationen statt. Dabei kleidet sich moderne Verschwörungsideologie ins Gewand etablierter Autoritäten, wie Politiker oder Wissenschaftlerinnen. 

Wichtig ist dem Autor auch die Unterscheidung in offenes und geschlossenes Verschwörungsdenken. Der erste Typ stellt offene Fragen, während der Zweite als geschlossene Ideologie daherkommt, in der die Antworten immer schon vorher feststehen. Hier werden Vorverurteilunge und Feindbestimmungen vorweggenommen. Ein solcher Typ von Verschwörungstheorien sei Auslöser für Diskriminierung, Verfolgung und Terror.

Der Vortrag wird von der infogruppe rosenheim in Zusammenarbeit mit der Petra Kelly Stiftung organisiert.

Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Z (Innstr. 45a ) hat bereits ab 18:00 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung infogruppe rosenheim

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