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Volksfeste in Mühldorf und Rosenheim und ihre Bedeutung für die Gastronomie

Was haben eigentlich Nicht-Festwirte davon? Und wird die Personalkrise verschärft?

Die nun anstehenden großen Volksfeste, wie das Rosenheimer Herbstfest und das Mühldorfer Traditionsvolksfest hätten über ihre gesellschaftliche Bedeutung auch eine wirtschaftliche, nicht zuletzt für die restliche Gastro-Branche, betont Dr. Thomas Geppert, DEHOGA-Landesgeschäftsführer.
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Die nun anstehenden großen Volksfeste, wie das Rosenheimer Herbstfest und das Mühldorfer Traditionsvolksfest hätten über ihre gesellschaftliche Bedeutung auch eine wirtschaftliche, nicht zuletzt für die restliche Gastro-Branche, betont Dr. Thomas Geppert, DEHOGA-Landesgeschäftsführer.

Was haben eigentlich Gastronomen, die selbst keine Festwirte sind von den großen Volksfesten der Region? Wir haben mit DEHOGA-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert darüber und die Frage, ob sich während der Feste die angespannte Personalsituation für die Branche verschärft, gesprochen.

Mühldorf am Inn/Rosenheim - „Wir erleben das ja jetzt auch in München, mit der European Championship und dem anstehenden Oktoberfest. Davon, dass dadurch vermehrt Besucher in die Stadt kommen, profitieren alle und damit auch die nicht direkt am Volksfest teilnehmende Gastronomie“, berichtet DEHOGA-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert im Gespräch mit unserer Redaktion. „Volksfeste wie das Herbstfest und das Mühldorfer Traditionsvolkfest sind einfach über ihre gesellschaftliche Bedeutung hinaus auch ein wirtschaftlich enorm wichtiger Faktor für die Region.“

Volksfeste in Mühldorf und Rosenheim: Welche Bedeutung haben sie für die Gastronomie abseits der Festwirte?

Am Wochenende der kommenden Woche bricht die fünfte Jahreszeit in Mühldorf am Inn und Rosenheim wieder an. Den Anfang macht das Mühldorfer Traditionsvolksfest, dessen Auftakt am Freitag, den 26. August stattfindet. Einen Tag darauf, am Samstag, den 27. August wiederum heißt es dann auch in Rosenheim „O‘zapft is!“. Der Ausfall von Volksfesten in der Region während der zwei zurückliegenden Jahre hatte allen voran natürlich die Event-Gastronomen getroffen, also diejenigen, die sich auf das Ausrichten, unter anderem, von Volksfesten spezialisiert hatten. Sie mussten teils erfinderisch werden, um ihre Betriebe durch die Krise zu führen, beispielsweise indem sie in die Branche der Corona-Teststationen einstiegen. Aber auch Branchen, an die man vielleicht nicht unmittelbar denken würde, waren mit betroffen. Allen voran beispielsweise Trachten-Fachgeschäfte, denen angesichts des Ausfalls aller Großveranstaltungen, wie beispielsweise auch Hochzeiten die Kundschaft fehlte.

Immer wieder hört man allerdings auch davon, dass auch und gerade die Gastrobranche unter Fachkräfte- beziehungsweise Personalmangel leidet. Beispielsweise zog Holger Nagl, zuvor Wirt des Hammerwirt-Festzelts und eigentlich 2022 für die Übernahme des Festwirts-Posten im Unertl-Weißbierzelt auf dem Mühldorfer Traditionsvolksfest vorgesehen, überraschend und relativ kurzfristig seinen Posten zurück. Dabei verwies er auf anhaltende Personalprobleme. Auch beispielsweise Jürgen Hanetzok, Festwirt in Gars und Trostberg berichtete, es sei „nie so schwierig“ gewesen, Personal zu finden. Bedeutet das dann nicht auch, dass es gerade auch während die Volksfeste stattfinden, zu einer Zuspitzung der Lage für die gesamte Gastrobranche kommt?

„Wir sind ja nicht die einzige betroffene Branche, bundesweit beklagen Betriebe fehlendes Personal“, bemerkt DEHOGA-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, „Nur uns betrifft es als besonders personalintensives Gewerbe natürlich besonders.“ Es komme verschärfend hinzu, dass früher für Zeiten besonderer Auslastungen Aushilfen zur Verfügung gestanden hätten. „Die sind nun teils in andere Branchen abgewandert oder anderweitig nicht mehr verfügbar.“ Bei den großen Volksfesten der nächsten Zeit sei aber momentan insgesamt ausreichend Personal vorhanden, dies habe er erst kurz zuvor bei Nachfragen in der Branche erfahren. „Langfristig muss aber natürlich etwas geschehen. Einerseits arbeiten wir daran, Arbeitsbedingungen und die Bezahlung attraktiver zu gestalten. Aber auch die Politik, gerade in Berlin, ist gefordert, nachzubessern.“

hs

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