Wasser ist... Reichtum!

Aktion in Rosenheim zum interhationalen Tag des Wassers
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Aktion in Rosenheim: (v.l.n.r.) Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf Horst Drexel, Landrat Josef Neiderhell, Regierungsvizepräsident von Oberbayern Ulrich Böger, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim Paul Geisenhofer, Leitender Baudirektor Peter Huber

Rosenheim - Passend zum internationalen Tag des Wassers haben Wasserwirtschaftsamt und regionale Politiker über Zahlen und Umgang mit Wasser im Landkreis informiert.

Wasser löscht Durst. Wasser wäscht Kleidung. Wasser ist Reichtum. 130 Liter verbraucht jeder Einwohner jeden Tag Wasser. Das ist der Durchschnitt im Landkreisgebiet des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim. Um sich diesem Schatz wieder bewusst zu werden, hat es schon gestern ein Gespräch zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt Rosenheim gegeben. 

"Wir sollten uns immer klar machen, dass Wasser ein Rohstoff, ein Naturprodukt ist. Wie ein Schatz sollen wir das weiße Gold

Paul Geisenhofer, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim

Wasser behüten und bewaren", sagte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Paul Geisenhofer.

Wasser- und Nahrungssicherheit - so lautete das diesjährige Motto des Weltwassertags, über das die Gäste informierten: Regierungsvizepräsident von Oberbayern Ulrich Böger, Landrat Josef Neiderhell, Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Degerndorf Horst Drexel und der Leitende Baudirektor Peter Huber von der Regierung von Oberbayern.

Landesregierung ruft Wasser-Projekt ins Leben

Oberbayern ist in einer günstigen geographischen Lage und topographischen Situation. Durch die zahlreichen Jahresniederschläge staut sich viel Wasser an. Zudem finden sich hier ausgezeichnete hydrogeologische Verhältnisse, das heißt, einen gut speicherfähigen Untergrund.

Doch der Klimawandel hat schon längst begonnen, auch bei uns in Bayern.

"Schon jetzt werden die Sommer immer trockener und wir können schon eine leichte, wenn auch nicht so ausgeprägte Abnahme der Grundwasserneubildung feststellen", sagte Geisenhofer. 

Damit auch die Wasserversorgung bei uns weiterhin gesichert bleibt, hat die bayerische Staatsregierung folgendes Projekt in Arbeit: "Erhebung und Bewertung der öffentlichen Wasserversorgung".

Ziel des Projektes ist es, dass die Trinkwasserversorgung bis zum Jahr 2025 bewertet wird.

Auch in Rosenheim und der Region werden dazu Daten zusammengetragen und zwischen den Wasserwerken und dem Amt abgeglichen. Aus den Daten werden für jede Gemeinde Handlungsempfehlungen entwickelt, die Grundlage für weiterführende Beratungsgespräche mit dem Wasserversorger sein können. Generell betonte Geisenhofer: "Es ist wichtiig, dass wir die Unterstützung der Gemeinden haben."

Pressekonferenz zum Weltwassertag

Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
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Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim
Pressekonferenz zum Weltwassertag im Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim © eh

Kluft zwischen Nahrungsmittel-Produktion und Wasser-Ressourcen

Gerade Regierungsvizepräsident Böger machte auf die Problematik des Importes von "virtuellem Wasser" aus Wassermangelgebieten aufmerksam: "Jeder kennt die Bilder von Kindern mit aufgeblähten Bäuchen, abgemagerten Tieren und einer dürren, vertrockneten Landschaften."

Sein Appell an uns alle ist daher, sich dieser Schere bewusst zu werden. Schließlich werden die Waren, die Deutschland aus dem Ausland importiert, dort mit einem erheblichen Verbrauch an Wasser erzeugt. Böger sagte weiter, dass Obst, Gemüse, Fleisch, Textilien und mehr aus den Ländern stamme, die unter Wassermangel leiden. Da müsse ein Umdenken stattfinden. "140 Liter Wasser müssen beispielsweise angewendet werden, damit wir eine Tasse Kaffee trinken können", so Böger weiter.

Zahlen und Fakten zur Finanzierung und Wasserverbrauch:

Weltwassertag
  • Neun Milliarden Euro haben Städte, Gemeinden und Zweckverbände in Bayern seit 1946 für die Wasserversorgung ausgegeben.
  • 32 Milliarden Euro wurden für die Abwasserentsorgung investiert.
  • Der Freistaat Bayern gewährte über elf Milliarden Euro Zuwendungen.
  • 450 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser fallen jedes Jahr in Oberbayern an (ein Kubikmeter entspricht 1000-Ein-Liter-Flaschen).
  • 31,6 Millionen Kubikmeter Wasser werden jährlich an Haushalte im Landkreisgebiet abgegeben.

Hintergrundinformationen zum Tag des Wasseres:

 Vor 20 Jahren fand in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung statt. Auf dieser Veranstaltung wurde der jährlich am 22. März stattfindende Weltwassertag beschlossen.

Der Weltwassertag soll die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit auf das mittlerweile als Menschenrecht festgeschriebene Recht aller Menschen auf Zugang zu sauberem Wasser aufmerksam machen und vor allem verstärkt zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser motivieren.

eh

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