Unterwegs im Einzelhandel in Rosenheim

Weihnachtseinkäufe kurz vorm Lockdown: „Ist schon verdammt viel los ...“

Elisabeth Steer und Ina und Lena sind unter den vielen Leuten, die am Montagvormittag in der Rosenheimer Innenstadt noch die Chance vor dem Lockdown einzukaufen, nutzen.
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Elisabeth Steer und Ina und Lena sind unter den vielen Leuten, die am Montagvormittag in der Rosenheimer Innenstadt die Chance vor dem Lockdown einzukaufen, nutzen. Sie haben aber nicht mehr viel zu erledigen.

Rosenheim - Zwei Tage bleiben noch, wenn man vor Ort im Geschäft seine Weihnachtseinkäufe machen will. rosenheim24.de hat sich in der Innenstadt umgehört, wie es Kunden und Geschäftsleuten damit geht.

„Für einen Montagvormittag ist schon verdammt viel los“, bemerkt ein Mann, der gerade mit Weihnachtseinkäufen beladen aus dem Karstadt kommt. „Es war aber eigentlich bisher ganz in Ordnung, wie viel los war“, berichten Ina und Lena gegenüber rosenheim24.de. Die beiden kommen gerade ebenfalls aus dem Kaufhaus im Rosenheimer Stadtzentrum. „Wir haben soweit eigentlich schon alles, wir schauen uns nur noch ein bisschen um, ob wir noch was schönes finden.“

Lockdown ab Mittwoch: Viele erledigen noch letzte Weihnachtseinkäufe in der Innenstadt von Rosenheim

Am Sonntagvormittag kam es per Videokonferenz zum nächsten Bund-Länder-Gipfel. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten einigten sich dabei auf ein umfassendes Lockdown-Paket für Deutschland. Die darin vorgesehenen Maßnahmen sind einschneidend: Geschäfte, Schulen und Kindergärten werden ab Mittwoch, 16. Dezember, nahezu vollständig geschlossen. Nur Läden des täglichen Bedarfes sollen offen bleiben dürfen. Zudem wird die nächtliche Ausgangssperre auf ganz Bayern ausgeweitet - und gilt damit nicht nur mehr in Hotspots. An Silvester/Neujahr wird es außerdem ein Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk geben.

In der Rosenheimer Innenstadt herrscht am Montagvormittag ein reger Andrang auf die Geschäfte.

Bereits am Samstag, als sich abzeichnete das am Sonntag neue Maßnahmen beschlossen werden würden, kam es zu einem Ansturm auf die Geschäfte. Auch an diesem Montag ist ein reges Kommen und Gehen in der Rosenheimer Innenstadt. Überall sieht man teils schwer mit Einkaufstüten bepackte Menschen umhergehen. „Ich muss sagen, ich finde ja diese Hauruck-Entscheidung nicht sehr gut gemacht“, berichtet Elisabeth Steer „Jetzt wurde den Leuten nur noch 48 Stunden gegeben, dann muss jeder, der den Handel vor Ort unterstützen will seine Weihnachtseinkäufe erledigt haben.“ Sie selbst hat nur noch ein paar wenige Besorgungen zu erledigen.

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Viel Betrieb in Rosenheimer Geschäften

„Sie sehen ja was los ist“, meint etwa Intersport Siebzehnrübel-Filialleiter Alexander Kneissl. Er eilt gerade schwer beladen mit Snowboards durch das Geschäft. Überall sind seine Mitarbeiter in Verkaufsgesprächen. Auch in den meisten anderen Geschäften ist gerade viel Betrieb. Ein erstes Fazit will noch niemand ziehen.

„Sie sehen ja was los ist“,  Intersport Siebzehnrübel-Filialleiter Alexander Kneissl hat am Montag vor dem Lockdown viel zu tun.

„Für uns ist der Winter gelaufen“, meint unterdessen Sylvia Burgemeister vom Damen-Bekleidungsgeschäft „Smile“ in der Gillizerstraße. Sie ist, wie viele andere Einzelhändler derzeit, froh über ihre Stammkunden. „Die meisten unserer Stammkunden haben schon für den Winter eingekauft. Normalerweise kommen jetzt vor Weihnachten vor allem noch Leute aus dem Umland oder Touristen, die einen Einkaufsbummel machen, vorbei“, berichtet sie weiter. „Als Modegeschäft muss man jetzt schon weiter denken. Wir haben, genauso wie die meisten, jetzt schon die Kollektionen für Frühjahr und Sommer bestellen müssen.“

Darauf beruhten nun vor allem ihre Hoffnungen. „Es ist ja auch nicht absehbar, ob im Winter noch irgendwas möglich ist. Die Dauer des Lockdowns bis zum 10. Januar ist ja nur einmal eine erste Frist“, meint sie. „Ja, einen Online-Shop, das haben wir im Lockdown im Frühjahr auch probiert gehabt“, meint sie. „Aber unsere Kundinnen kommen ja gerade deshalb zu uns, weil sie das Einkaufserlebnis vor Ort haben wollen. Daher werden wir das diesmal nicht machen.“

hs

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