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Die Stadt greift ein

Prostitution und Wettbüros in der Innstraße: Das soll sich jetzt ändern

Sündenpfuhl Innstraße? Die Stadt greift ein
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Zu viele Vergnügungsstätten in der Innstraße? Die Stadt greift ein

Rosenheim - Die Innstraße hat einen schlechten Ruf. Vergnügungsstätten und Bordelle schaden dem Image der Straße. Die Stadt greift jetzt ein.

In den vergangenen Jahren verzeichnet die Stadt Rosenheim in der Innstraße eine immer stärker ansteigende Anzahl von Bauanträgen und bauaufsichtlichen Feststellungen, die eine Ansiedlung von Vergnügungsstätten, Bordellbetrieben oder bordellartigen Betrieben sowie Wohnungsprostitution zum Gegenstand haben. Und das will die Stadt nicht. "Wir möchten, dass sich die Innstraße positiv darstellt", sagt Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer am Mittwochabend in der Stadtratssitzung. "Ich kann es nicht einsehen, dass wir durch unangebrachte Vergnügungsstrukturen eine negative Auswirkung bekommen."

Der jüngste Bauantrag betrifft die Innstraße 17. Der Betreiber einer Gaststätte will einen Teil seines Betriebs in ein Wettbüro und damit eine Vergnügungsstätte umnutzen.

Potential der Innstraße soll gefördert werden

Die Innstraße ist die Nahtstelle zwischen Innenstadt und den angrenzenden Siedlungsgebieten und kann sich laut des Einzelhandelskonzeptes der CIMA GmbH als Quartier "Zuhause in der Stadt/Kreative Gründer" profilieren.  Um diese Entwicklung zu erreichen, müsse laut CIMA aber noch allerhand passieren. Die Handelslage soll stabilisiert und gestärkt werden und Bereiche der Straße verbessert werden. 

Da aber Vergnügungsstätten, Bordelle und vergleichbare Nutzungen nach Auffassung der Stadtverwaltung die Bewohner der Innstraße erheblich stören und negative Auswirkungen auf Wohn-, Einzelhandels- und Dienstleistungsstrukturen haben und somit gleichzeitig die positive Entwicklung des Stadtbereiches hemmen, können diese Einrichtungen auf die Innstraße und Nachbargrundstücke zu einer Niveau- und Imageverschlechterung führen. 

Bebauungsplan und Veränderungssperre wird erlassen

Die innstraße ist eine Straße mit vielen Gesichtern.

Um dem einen Riegel vorzuschieben, stimmte der Stadtrat am Mittwochabend einstimmig für den Erlass eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre im Bereich "Innstraße Nord", Für das Quartier existiert seit dem Jahr 1990 kein rechtskräftiger Bebauungsplan mehr. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes und der Veränderungssperre umfasst das Quartier zwischen Spitalstraße im Westen, der Färberstraße im Norden, der Innstraße im Süden und der Mangfall im Osten. 

Geplant ist ein einfacher Bebauungsplan mit differenzierten Festsetzungen zur Art der baulichen Nutzung. Die Stadt will Nutzungen ausschließen, die zu einer städtebaulichen und wirtschaftlichen Fehlentwicklung der Innstraße führen könnten. Insbesondere sollen Vergnügungsstätten wie Spielhallen, Wettbüros, Bordellen und vergleichbaren Nutzungen in denen der gewerbsmäßigen Prostitution nachgegangen werden soll, der Riegel vorgeschoben werden.

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