Winter erhöht Arbeitslosenquote

Rosenheim - Der Wintermonat Januar erhöht die Arbeitslosenquote. Derzeit sind mehr als 9500 Menschen im Agenturbezirk Rosenheim ohne einen Arbeitsplatz.

„Erwartungsgemäß hat uns der Wintermonat Januar einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen gebracht“ so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Zum Stichtag waren in unserem Agenturbezirk insgesamt 9640 Personen arbeitslos gemeldet. Neubauer weiter: „Zum Vormonat bedeutet das zwar einen Zuwachs um 25 Prozent, allerdings liegt die Zahl um 1400 Personen oder 12,6 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert. Der relativ milde Winteranfang im Dezember hat noch vielen Außenberufen die Arbeit ermöglicht. Mit Anziehen der Kälte- und Frostperiode im Berichtsmonat, ist der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosen zu erklären und stellt ein regelmäßig wiederkehrendes Phänomen dar“.

„Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent zeigt sich aber, dass die Region mitten im Winter weiterhin von einem robusten Arbeitsmarkt profitiert. Zwar steigt die Quote zum Dezember um 0,8 Punkte, allerdings lag diese zur gleichen Zeit im Vorjahr noch bei 4,1 Prozent“ so Neubauer. Im Berichtsmonat haben sich im Agenturbezirk 4110 Personen arbeitslos gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg zum Vormonat um 1370 Menschen. Der Agenturleiter weiter: „Dabei kamen über Zweidrittel aus einer Erwerbstätigkeit zu uns, vorwiegend Männer mit witterungs- und saisonabhängigen Berufen, viele davon mit entsprechenden Wiedereinstellungszusagen. Dabei möchte ich erwähnen, dass sich aktuell insgesamt 500 Personen weniger bei uns gemeldet haben, als im Januar des letzten Jahres“. Bei den Abmeldungen hat sich die Zahl zum Vormonat nur geringfügig verändert. Hier wurden 2160 Abgänge verzeichnet, ein Minus von 60 zum Dezember.

Die Arbeitslosen werden nach Rechtskreisen, entweder von der Agentur für Arbeit (SGB III) oder dem jeweiligen Jobcenter (SGB II) bzw. der Optierenden Kommune betreut. Im Januar entfielen damit in den Bereich des SGB III 5670 Personen, ein Plus zum Vormonat um 1610. Im Rechtskreis SGB II waren 3980 Menschen gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat um 350 Menschen. Neubauer erläutert: „Vor allem freut es mich aber, dass in beiden Rechtskreisen ein beträchtlicher Rückgang zur Vorjahresperiode zu Buche steht. Bei der Arbeitsagentur waren zur gleichen Zeit des Vorjahres noch 950 Menschen mehr registriert. Besonders erfreulich ist der Rückgang bei den von den Jobcentern betreuten Arbeitslosen. Hier sind aktuell 450 Personen weniger im Bestand“.

Im Januar haben die Arbeitsvermittler insgesamt 720 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen entgegengenommen, ein Rückgang um 150 Stellenangebote zum Vormonat. Weiterhin bestehen gute Einstiegschancen für Fach- und Hilfskräfte in den Bereichen der Zeitarbeit, dem Gastgewerbe sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen. Neubauer dazu: „Besuchen Sie unsere Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de Hier können Sie bereits mit wenigen Klicks, auf Ihre neue Stelle stoßen und direkt Kontakt mit den Arbeitgebern aufnehmen“.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent. Derzeit sind 1698 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 225 auf 717. Für 981 SGB II-Kunden, 97 mehr als im Dezember, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.
  • Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 3,3 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Hier sind 2561 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, 757 mehr als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Rosenheim Landkreis um 1650 erwerbslose SGB II-Kunden (149 mehr als im Dezember). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 4211.
  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Januar aktuell die niedrigste Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent aus. Das entspricht 2006 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1239 Männer und Frauen, 314 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 767 (89 mehr als im Dezember) werden vom Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut.
  • Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1729 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,5 Prozent entspricht. Davon sind 1152 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 309 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Da die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) gesetzlich übertragen wurde, ist der Landkreis Miesbach verpflichtet, die Zahl der Arbeitslosen, die direkt von dort betreut werden, der BA zu melden. Dieser Wert liegt bei 577 Erwerbslosen, 13 mehr als im Dezember.

Presemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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