Kalte Jahreszeit: Der Winterdienst ist gerüstet

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Rosenheim - Väterchen Frost klopft an die Tür, doch die Stadt ist gerüstet. Welche Straßen geräumt werden und um welche sich der Anlieger selbst kümmern muss, erfahren Sie hier:

Der Winterdienst des Baubetriebshofs gab an, dass der Stadt Rosenheim für dieses Jahr rund 360 Tonnen Streusalz und 500 Tonnen Streusplitt zur Verfügung stünden, 1.000 Tonnen seien zusätzlich in Stephanskirchen vorrätig.

Rosenheims Straßennetz umfasst 270 Kilometer Straßen, davon muss auf 80 Kilometern Salz gestreut werden. Dazu kommen noch 50 Kilometer Geh- und Radwege. Für diese Strecken arbeiten rund 80 Mitarbeiter mit  sieben Klein- und 19 Großfahrzeugen, wovon fünft sowohl räumen und streuen können, 14 speziell für die Räumung zuständig sind und fünf Stück von Dritten, meistens Bauern, ausgeliehen werden.

Der Baubetriebshof beantwortet auf der Website der Stadt die wichtigsten Fragen:

Wo ist der kommunale Winterdienst im Einsatz?

Straßen und Wege mit kommunalen Winterdienst

Der kommunale Winterdienst ist verantwortlich für den rollenden Verkehr und für Fußgängerbereiche, wenn angrenzende Grundeigentümer nicht verpflichtet sind. Das gilt grundsätzlich für Straßen mit hoher Verkehrsbedeutung und hohem Gefahrenpotential, öffentliche Fußgängerbereiche und Plätze außerhalb der Gehbahnen wie:

  • Wichtige Hauptstraßen mit überörtlicher Bedeutung, Gefällestrecken und Steigungen
  • Straßen mit Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
  • Sog. Gefahrenstellen wie Kreuzungen, Fußgängerüberwege, Wege durch Fußgängerzonen, Bushaltestellen
  • Radwege

Folgende Straßen und Wege haben nur nachrangige Bedeutung

  • Nebenstraßen werden vom kommunalen Winterdienst nur geräumt: Bei extremen Wetterbedingungen, wie lang anhaltender Glätte (sofern die Hauptstraßen gesichert und Kapazitäten vorhanden sind)
  • Wege in Parkanlagen und Abkürzungswege
  • Verkehrswichtige Straßen und Wege außerhalb der geschlossenen Bebauung

Keine kommunalen Winterdienstmaßnahmen

  • Privatstraßen/-gelände - Die Sicherung liegt in der Verantwortung des Grundstücksbesitzer/Anlieger
  • Gehwege. Die Sicherung liegt in der Verantwortung des Grundstücksbesitzer/Anlieger. Auch bei Behörden, Schulen und Kindergärten etc. sind die Betreiber bzw. Grundstückseigentümer zuständig.
  • Verkehrsflächen außerhalb der geschlossenen Bebauung

Wann ist der kommunale Winterdienst im Einsatz?

Einsatzzeiten – Räum- und Streudienst

Der Winterdiensteinsatz beginnt je nach Witterung schon ab 1 Uhr nachts mit dem Ziel, verkehrswichtige Straßen für den ersten Berufsverkehr zu sichern. Für einen Streueinsatz werden circa vier Stunden benötiget. Ein Räumeinsatz dauert mindestens 6 Stunden und je nach Schneemenge auch mehr. Wenn es die Witterung vorgibt, werden auch mehrere Einsätze am Tag gefahren. Bei extremen Witterungsbedingungen werden nur noch festgelegte Gefahrenstellen und Verkehrsknotenpunkte betreut um hier den Verkehrsfluss sicherzustellen.

Das Verkehrsaufkommen in der Stadt lässt effektive Räum- und Streumaßnahmen während der Hauptverkehrszeiten sowieso kaum zu. Nach Beruhigung der Wetterlage wird schnellstmöglich wieder für sichere Fahrbahnen gesorgt.

Die rechtlich vorgegebene Dokumentation eines Winterdiensteinsatzes übernimmt moderne Technik. Mittels GPS wird erfasst, wo und wann auf den Hauptstrassen geräumt und gestreut wurde.

Wer zahlt?

Für den Winterdienst werden keine Gebühren erhoben. Die kommunale Aufgabe der Sicherung der Fahrbahnen im Winter wird als allgemeine Amtspflicht aus Steuereinnahmen finanziert. Die Straßenreinigungsgebühr der Anlieger deckt somit nicht den Winterdienst ab, sondern ausschließlich das Kehren der Straßen durch die Reinigungsanstalt der Stadt Rosenheim außerhalb des Winterdienstes.

Weitere Informationen rund um den Winterdienst Rosenheim unter http://www.rosenheim.de/willkommen/aemter-und-dienststellen/baubetriebshof.html

kn/Kommunaler Winterdienst der Stadt Rosenheim

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